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Verdingkind sucht weiterhin nach Sparheft

DIESSENHOFEN. Renata Nydegger, ehemaliges Verdingkind aus Diessenhofen, sucht weiter nach ihrem Sparheft der Thurgauer Kantonalbank (TKB). Dass es existierte, weiss sie aus den Akten der Stadtgemeinde Diessenhofen im Staatsarchiv in Frauenfeld.
Renata Nydegger Ehemaliges Verdingkind (Bild: pd)

Renata Nydegger Ehemaliges Verdingkind (Bild: pd)

DIESSENHOFEN. Renata Nydegger, ehemaliges Verdingkind aus Diessenhofen, sucht weiter nach ihrem Sparheft der Thurgauer Kantonalbank (TKB). Dass es existierte, weiss sie aus den Akten der Stadtgemeinde Diessenhofen im Staatsarchiv in Frauenfeld. 1953 lagen darauf 3525 Franken; mit Zinseszins wären daraus bis heute über 17 000 Franken geworden. Nach einer ersten Recherche 2013 durchsuchte die TKB im Herbst 2014 nochmals ihr Archiv danach, doch ohne neues Ergebnis.

Die Bank verwies die 73jährige ehemalige Souffleuse zurück nach Diessenhofen. Dort fanden sich im Rathauskeller Akten, die laut Nydegger in Frauenfeld sein sollten. Neue Hinweise gab es keine. Im Protokoll fehlen viele Seiten nach dem Eintrag vom 23. Februar 1953, als das TKB-Sparheft der Renata Rezia Hanslin zuletzt aktenkundig war. Möglicherweise hat es seinerzeit ihre Mutter erhalten, die 1953 heiratete und ihre Tochter zu sich nahm. Vielleicht hat sich aber auch ein Vormund oder eine andere Amtsperson daran vergriffen.

«Ganz sicher wurde dieses Sparheft nicht ohne Unterschrift ausgehändigt», erklärt Nydegger. Sie ist der Meinung, «dass die Gemeinde die Verantwortung hatte für das Sparheftvermögen und mir gegenüber beweispflichtig ist». Nach über einem halben Jahrhundert ist eine Staatshaftung jedoch abgelaufen. Nydegger setzt ihre Hoffnung deshalb auf die kürzlich eingereichte Wiedergutmachungs-Initiative. Sie verlangt die Schaffung eines Fonds mit einer halben Milliarde Franken, die an schwer betroffene Opfer der Behördenwillkür ausbezahlt werden sollen. (wu)

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