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Verband stellt Projekt zurück

Die Delegierten des Abwasserzweckverbandes Lützelmurgtal wollen die Automatisierung der Wassermengenregelung neu auflegen.

BICHELSEE. Während die Bodenseegemeinden derzeit mit Hochwasser beschäftigt sind, kümmern sich die Hinterthurgauer um ihre Abwasser: Die Delegierten der Verbandsgemeinden Aadorf, Bichelsee-Balterswil, Eschlikon und Hagenbuch des Abwasserzweckverbandes Lützelmurgtal trafen sich zu ihrer ordentlichen Versammlung im Landhaus Bichelsee.

Seit Jahren führt der Verband nur eine Versammlung durch, an welcher jeweils Rechnung und Budget zur Diskussion stehen. Infolge der anstehenden Projekte, Generelle Entwässerungsplanung (GEP) und Elimination der Mikroverunreinigung, die der Verband künftig zu bewältigen hat, werden ab diesem Jahr wieder zwei Versammlungen durchgeführt.

Kleines Defizit

Dank des auf mehrere Jahre hinaus fixierten Betriebskostendefizites von 1,4 Millionen Franken ab 2016 und dem Betriebskostenverteiler können die Gemeinden ihren Kostenanteil unabhängig von der Delegiertenversammlung budgetieren. Abweichungen in der Jahresrechnung des Verbandes werden jeweils über die bestehende Spezialfinanzierung getätigt. So auch im Jahre 2015, schloss doch die Rechnung bei einem Aufwand von 1,2 Millionen Franken mit einem Verlust von gerade mal 3796 Franken ab.

Klärmeister pensioniert

In seinem Jahresbericht ging Verbandspräsident Bruno Lüscher auf die wichtigsten Schwerpunkte seit der letzten DV ein. Mit der Pensionierung von Klärmeister Jakob Mathis Ende 2015 waren personelle Veränderungen verbunden. Seine Funktion übernahm Hans Müller aus Guntershausen. Der bisherige Klärmeister Fritz Zaugg ist neu mit einem Pensum von 80 Prozent angestellt. Er wird ergänzt durch Stephan Schärer mit 40 Prozent. Neu amtet Beat Weibel, Gemeindepräsident von Bichelsee-Balterswil, als Vize.

Ueli Oswald als Vertreter des Ingenieurbüros ergänzte den Jahresbericht. Seine Ausführungen zeigten einerseits auf, dass die Kläranlage die geforderten Einleitbedingungen erfüllt und gesamthaft sehr gut funktioniert. Andererseits ergab die Betriebsdatenauswertung, dass die Anlage durch den Bevölkerungszuwachs mehr als zehn Prozent überlastet ist. Dies wiederum beweist, dass mit Blick auf die Bevölkerungsentwicklung bis 2040 ein Ausbau der Biologie notwendig wird. Dieser erfolgt mit der geforderten Elimination der Mikroverunreinigung.

Projekt 2013 genehmigt

Nebst diesen ordentlichen Traktanden stand ein aussergewöhnlicher Antrag zur Debatte, wollte doch die Betriebskommission ein im Jahre 2013 genehmigtes Projekt für die Aussenanlagen stoppen und den Restkredit von 320 000 Franken zurückgeben. In einer ausführlichen Botschaft legte die Betriebskommission dar, dass es infolge der Überprüfung der GEP in Verband wie Gemeinden Sinn macht, einen Zwischenhalt für das Projekt der vollautomatischen, elektronischen Wassermengenregelung (EMSRL) einzuschalten. Damit wird der Weg für eine Projektneuauflage zuhanden der Delegiertenversammlung vom 2. November frei. Mit diesem Vorgehen wird zudem die Finanzplanung 2017 bis 2021 übersichtlicher. Die Delegierten folgten dem Antrag einstimmig. (red.)

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