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VERBAND: Ein Trend zu kleineren Läden

Thurgauer Fachgeschäfte kämpfen mit Strukturwandel und dem Einkaufstourismus. Positiv entwickeln sich die Thurgauer Geschenkkarten.

An der Jahresversammlung des Verbands TGshop verwies Präsident Matthias Hotz darauf, dass sich der Detailhandel im Thurgau nach wie vor in einem «grossen Strukturwandel» befände. Seit der Blüte des Detailhandels in den 1970-er Jahren habe sich die Zahl der Fachgeschäfte «mehr als halbiert». Dennoch sei eine fatalistische Haltung fehl am Platz, denn «der Trend geht nun offenbar wieder von den grossen Verkaufsflächen in der Agglomeration zurück zu überschaubaren Geschäften in den Zentren, die auch Erlebnisse bieten», führte der Präsident in seinem Jahresbericht weiter aus.

Im Beisein von Grossratspräsidentin Heidi Grau-Lanz (FDP) und CVP-Nationalrat Christian Lohr bedauerte Hotz, dass die Motion des Thurgauer SVP-Nationalrats Markus Hausammann, die den Titel «Den Einkaufstourismus nicht mit Steuergeschenken fördern» trug, im Nationalrat keine Mehrheit fand. Da jedoch der Glarner SVP-Ständerat Werner Hösli einen weiteren Vorstoss lanciert hat, sei man zuversichtlich, dass das Thema nicht so schnell in der «Polit-Küche» erkalte. Dennoch müsse der Detailhandel viel mehr tun, um sich in Bundesbern nachhaltig Gehör zu verschaffen, denn man habe «keine Lobby». «Wären wir Bergbahnen oder Bauern, so hätten wir schon längstens Subventionen», klagte der eigens für die Versammlung aus Bern angereiste Geschäftsführer der Genossenschaft Pro Bon, Hans Pfäffli.

Über eine Millionen Franken auf der Geschenkkarte

Positiv hat sich der Verkauf der populären Thurgauer Geschenkkarte entwickelt. Insgesamt sei bis dato über eine Million Franken aufgeladen worden, wovon allerdings rund 235000 Franken noch gar nicht aufgebraucht wurden. Als einen erfolgsversprechenden Ansatz, weitere Marktanteile zu generieren, wertete die TGshop-Vizepräsidentin Elisabeth Steiner die Tatsache, dass die Geschenkkarte seit Anfang 2017 auch von Gastronomiebetrieben angeboten werden könne. «Je mehr Betriebe die Geschenkkarte nutzen, desto besser ist es auch für uns alle», sagte Elisabeth Steiner.

Mit einem kleinen Plus von 730 Franken schloss die Jahresrechnung 2016, die von den Mitgliedern einstimmig gutgeheissen wurde. Als «sehr erfreulich» wertete Präsident Hotz den Umstand, dass 2016 nicht weniger als 158 junge Frauen und Männer im Thurgau ihre Lehrzeit als Detailhandelsfachleute abgeschlossen hatten. Weitere 47 absolvierten ihre Ausbildung zum Detailhandelsassistenten erfolgreich. «Das ist eine stolze Zahl, anhand der man sieht, wie viele Leute der Detailhandel ausbildet», erklärte Hotz sichtlich stolz. (red)

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