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Vegane Gummibärli sind im Trend

Vor bald 20 Jahren gründeten Andreas Läuffer und seine Frau Katharina die Vegi-Service AG in Neukirch. Aufgrund des steigenden Trends zu veganer Ernährung sind die Produkte aus ihrem Online-Versand gefragter denn je – und werden bis nach Australien exportiert.
Leandra Reiser
Andreas Läuffer Geschäftsführer Vegi-Service AG (Bild: pd/Helio Hickl)

Andreas Läuffer Geschäftsführer Vegi-Service AG (Bild: pd/Helio Hickl)

Herr Läuffer, vor drei Jahren belieferten Sie 13 000 Privatkunden in der Schweiz. Wie sieht es heute aus?

Andreas Läuffer: Unterdessen sind es schon 17 000 und die Tendenz ist weiter steigend. Es etablieren sich schweizweit immer mehr Vegan-Läden, was natürlich unsere Verkaufsbasis vergrössert. Wir haben in den letzten Jahren zudem eigene Vertriebe im Ausland ausgebaut. Mittlerweile exportieren wir bis nach Australien.

Der Vegan-Trend hält also noch immer an?

Läuffer: Absolut, ja, zum Glück. Ich denke, das ist ein globaler Trend, der langfristig anhält. Die Menschen sind weltweit massiv bewusster geworden in Sachen Ernährung und Tierschutz, was sich nicht nur bei veganem Essen zeigt. Vor zehn Jahren war es schwierig, vegane Produkte zu vermarkten – heute ist es Standard.

Sie sind zusammen mit Ihrer Frau Pioniere des Käse-Ersatzes. Entwickeln Sie ständig neue Produkte?

Läuffer: Ja, es entsteht eine immer breitere Vielfalt. Unsere aktuell neuste Entwicklung ist vegane Raclette-Sauce, die ein enormer Erfolg ist.

Wie viele Produkte bieten Sie denn insgesamt an?

Läuffer: Etwa hundert. Davon sind elf Alternativen zu Käse. Wir produzieren selbst und konzentrierten uns seit Beginn auf den immer beliebter werdenden Online-Handel.

Gibt es im Thurgau Konkurrenz für Ihr Versand-Unternehmen?

Läuffer: Nein, bisher nicht. Aber bei den Grossverteilern ist das Angebot an veganen Ersatzprodukten stark gestiegen – zum Glück für uns Vegis.

Sie sind selber Veganer. Vermissen Sie nie «normales Essen»?

Läuffer: Nein, die Auswahl an Tier-leid-freien und gesünderen Alternativen ist riesig geworden. Die Gewissheit, dass eine Ernährung ohne Leiden von Tieren einfach möglich und schmackhaft ist und erst noch für mehr Gerechtigkeit auf unserer Welt sorgt, ist für mich Grund genug, Veganer zu sein.

Denken Sie, vegane Ernährung ist gesünder?

Läuffer: Grundsätzlich ja, denn bewusste Ernährung ist immer wichtig. Pflanzliche Fette sind zudem weniger ungesund als tierische. Als Veganer muss man einfach grundlegend darauf achten, dass man genügend B12 zu sich nimmt – was neben Fleisch beispielsweise eben auch in Cornflakes vorkommt. Man kann aber auch ungesund vegan essen.

Wie meinen Sie das?

Läuffer: Es gibt mittlerweile vegane Ravioli und Gummibärli, und die werden immer beliebter. Je breiter das gesunde Angebot wird, desto zahlreicher werden eben auch die ungesunden Alternativen. Zudem ist vegane Ernährung per se nur gesünder, wenn man nicht allzu viele grundlegende Ernährungsfehler macht.

Kann vegane Nahrung noch weitere Vorteile aufweisen?

Läuffer: Die weit verbreitete und steigende Laktose-Intoleranz schafft natürlich einen neuen Markt. Hier können wir pflanzliche Alternativen zu Milchprodukten bieten.

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