Uster leitet auch in Appenzell eine Unter­suchung

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Hanspeter Uster ist krisenerprobt. Schon im Fall des Tierquälers von Hefenhofen bat ihn die Thurgauer Regierung um Hilfe. Er leitet die Untersuchungskommission, die den Vollzug des Tierschutzgesetzes überprüfen soll. Nun soll der Zuger alt Regierungsrat auch in Appenzell Innerrhoden die Kohlen aus dem Feuer holen. Er wird die Verjährung eines Todesfalls untersuchen: 2010 war der 17-jährige E. V. in seinem Lehrbetrieb verunfallt. Er war in einem Warenlift gestorben, der nicht den Sicherheitsgesetzen entsprochen hatte und vom Arbeitsinspektorat schon mehrfach beanstandet worden war. Die Staatsanwaltschaft reichte erst 6 ? Jahre nach dem Unfall den Fall ans Bezirksgericht weiter. Die Verjährung war nicht mehr abzuwenden. Die Familie des Verstorbenen spricht von einem Skandal. Inhaltlich gebe es keine Überschneidung mit seiner Kommissionstätigkeit im «Fall Hefenhofen», und zeitlich werde er im geplanten Ausmass für den Thurgau zur Verfügung stehen. «Zufälligerweise habe ich vor wenigen Wochen ein sehr zeitintensives Mandat abgeschlossen», sagt Uster. (hrt)