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Unterwegs zur Marke

Der Verein Projekt Regionale Entwicklung Tannzapfenland will den Hinterthurgau besser vermarkten. Im Zentrum seiner diversen Vorhaben steht die Landwirtschaft.
Olaf Kühne
Das malerische Tannzapfenland ist künftig auch Namensgeber eines Labels für die Vermarktung regionaler Produkte. (Bild: Olaf Kühne)

Das malerische Tannzapfenland ist künftig auch Namensgeber eines Labels für die Vermarktung regionaler Produkte. (Bild: Olaf Kühne)

Olaf Kühne

olaf.kuehne

@thurgauerzeitung.ch

«Ich spüre Begeisterung bei den Beteiligten», sagt Brigitte Süess. Die Geschäftsführerin und der Vorstand des Anfang Jahr neu aufgestellten Vereins Projekt Regionale Entwicklung (PRE) Tannzapfenland ist derzeit damit beschäftigt, vorwiegend Landwirte dafür zu begeistern, den Namen der Region – das «Tannzapfenland» – als Marke zu etablieren. Findet sich doch in unmittelbarer Nachbarschaft ein gutes Beispiel für die erfolgreiche Vermarktung regionaler Produkte: Der Verein Pro Zürcher Berggebiet (PZB), zu dem auch die Hinterthurgauer Gemeinden Fischingen und Bichelsee-Balterswil gehören, operiert seit Jahren mit der Marke «Natürli Zürioberland», und Produkte unter diesem Label finden sich selbst bei Coop.

Bund und Kanton wollen sich beteiligen

Der Verein PRE Tannzapfenland hat sich nun zum Ziel gesetzt, bis Ende Jahr fünf Teilprojekte bis zur Umsetzungsreife zu entwickeln. Dies nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass Bund und Kanton in Aussicht gestellt haben, solche Projekte finanziell zu unterstützen. «Das Ziel ist zwar ambitioniert», sagt Brigitte Süess, die in einem 30-Prozent-Pensum für den Verein arbeitet. «Aber wir wollen den derzeitigen Enthusiasmus lieber umsetzen, als zu riskieren, dass die guten Ideen wieder versanden.» Eine dieser Ideen, und damit auch eines der Teilprojekte, ist die Direktvermarktung landwirtschaftlicher Produkte unter der Marke «Tannzapfenland». Erste Erfahrungen damit konnte der Verein bereits sammeln: Am Dussnanger Weihnachtsmarkt wurden erstmals Käse, Honig und Fleisch mit diesem Label feilgeboten. Ein weiterer Auftritt ist für die Bichelseer Gewerbemesse im April geplant. Ziel soll es jedoch sein, erklärt Süess, dass diese Produkte ständig verfügbar sind – an eigenen Verkaufspunkten oder auch im Detailhandel.

Ein bereits bekanntes Produkt, welches nun auch die Marke «Tannzapfenland» trägt, ist der «Pilgerkäse» aus der Käserei Au. Die Steigerung ihrer Produktions- und Lagerkapazitäten ist ein weiteres Teilprojekt. Wie auch der Aufbau einer gemeinschaftlichen Schlachtanlage. «Damit regional produziertes Fleisch auch in der Region verarbeitet werden kann», sagt Brigitte Süess.

Auf der Traktandenliste steht zudem das alte Schulhaus Au. Für dessen Wiederbelebung entstand bereits eine Genossenschaft. Sie will das Haus zu einem Treffpunkt mit Restaurant und Kultur entwickeln. Das fünfte Teilprojekt schliesslich ist der Agrotourismus. Hierfür fand diese Woche ein Infoabend statt. «Wir waren zwar nur ein kleines Grüppchen», sagt Brigitte Süess, «dafür ein um so engagierteres». Dabei seien der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Von Schlafen im Stroh über Bauernbrunches bis hin zu Apéros sei vieles denkbar.

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