Unten parkieren, oben flanieren

FRAUENFELD. Mit dem Parkhaus Altstadt unter dem Wohnpark Promenade erhält die Frauenfelder Innenstadt netto 29 öffentliche Parkplätze mehr als bisher. Am kommenden Dienstagmorgen geht die Schranke für den Parkierbetrieb auf.

Mathias Frei
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Offiziell geht die Schranke erst am Dienstag hoch, sie freuen sich trotzdem schon: Robert Fürer, VR-Präsident Wohnpark Promenade, Cornel Eisenring (Tobler Immobilien), Stadtpräsident Anders Stokholm, Clemens Bühler (HRS), Projektleiterin Judith Hornberger und Stadtrat Urs Müller (Bilder: Reto Martin)

Offiziell geht die Schranke erst am Dienstag hoch, sie freuen sich trotzdem schon: Robert Fürer, VR-Präsident Wohnpark Promenade, Cornel Eisenring (Tobler Immobilien), Stadtpräsident Anders Stokholm, Clemens Bühler (HRS), Projektleiterin Judith Hornberger und Stadtrat Urs Müller (Bilder: Reto Martin)

Noch hallt es im zweiten Untergeschoss des nigelnagelneuen Parkhauses Altstadt. Das erinnert Stadtpräsident Anders Stokholm an seine erste Pfarrstelle im Zürcher Grossmünster. Mit dem Hall und den 60 derzeit noch leeren neuen Parkfeldern soll es aber ab kommendem Dienstagmorgen vorbei sei. «Am 7. Juli um 7 Uhr geht die Schranke für den öffentlichen Parkierbetrieb auf», erklärte Robert Fürer gestern bei einer kurzen Information. Fürer ist Verwaltungsratspräsident der Wohnpark Promenade AG (siehe Kasten). Das Parkhaus ist täglich von 7 bis 21 Uhr geöffnet. Eine Ausfahrt ist bis 23 Uhr möglich.

Die zweigeschossige, 4,5 Millionen Franken teure Parkgarage mit insgesamt 165 Parkplätzen ist Teil der Überbauung. Der Frauenfelder Gemeinderat bewilligte im Februar 2013 eine einmalige Beteiligung der Stadt in Höhe von zwei Millionen Franken. Das Geld wurde der Spezialfinanzierung Parkierung entnommen. So bietet nun das zweite Untergeschoss des Parkhauses Altstadt 60 neue öffentliche Parkplätze.

Mehr Zeit, um einzukaufen

Selten könne man unterschiedlichen Interessen so gut gerecht werden wie mit dem neuen Parkhaus, stellt der Stadtpräsident fest. Die 60 unterirdischen Parkplätze im öffentlichen Teil würden nicht nur Raum freispielen an der Oberfläche, sondern damit auch den Verkehrsfluss verbessern. Die gute Erreichbarkeit an zentraler Lage gebe einem mehr Zeit, «um in der Innenstadt ganz viel einzukaufen und zu flanieren», befindet Stokholm.

Die Stadt hat mit der Begegnungszone in der Altstadt schon zehn Parkplätze aufgehoben. Nun werden weitere 21 Parkfelder im Bereich der Promenade wegfallen. Damit hat es nun netto 29 Parkplätze mehr im Bereich der Altstadt und Promenade. «Die Längs-Parkfelder an der Promenadenstrasse waren uns wegen der Verkehrssicherheit schon länger ein Dorn im Auge», erklärt Stadtrat Urs Müller. Die bisherigen Parkplatzflächen in diesem Bereich würden mit Kies aufgefüllt und könnten vor allem für den Wochenmarkt gut genutzt werden. Vor dem Huber-Altbau werde nun die Platzgestaltung in Angriff genommen, sagt Müller. In Anlehnung an die bestehende Kastanienallee sollen in diesem Abschnitt auch Bäume gesetzt werden. Die Parkplatz-Umgestaltung wird rund vier Wochen dauern.

Unterhalt nicht Sache der Stadt

Betreiberin des Parkhauses ist die Wohnpark Promenade AG. Damit hat die Stadt nichts zu tun mit dem technischen Betrieb und Unterhalt der Anlage, den eine Frauenfelder Firma gewährleistet. Auf Wunsch der Stadt hat die Wohnpark Promenade AG die Parkiertarife im üblichen Frauenfelder Rahmen festgelegt. Das heisst in diesem Fall: Die erste Stunde kostet einen Franken, jede weitere Stunde zwei Franken. «Damit hat das Parkhaus Altstadt dieselben Tarife wie das Parkhaus am Marktplatz», erklärt VR-Präsident Robert Fürer.

Hier geht's zu den neuen Parkplätzen: Stadtpräsident Anders Stokholm und Stadtrat Urs Müller am Parkhausabgang. (Bild: Reto Martin (Reto Martin))

Hier geht's zu den neuen Parkplätzen: Stadtpräsident Anders Stokholm und Stadtrat Urs Müller am Parkhausabgang. (Bild: Reto Martin (Reto Martin))

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