Unrechtmässige Fahrt

THURGAU. Über einen Fall von Missbrauch mit Beamtenbillets hatte nun das Obergericht zu urteilen. Im Monat Juni letzten Jahres übergab ein Eisenbahnangestellter eine auf seinen Namen lautende und für eine Fahrt nach Bern gültige Freikarte einem gewissen H. gegen ein kleineres Darlehen.

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THURGAU. Über einen Fall von Missbrauch mit Beamtenbillets hatte nun das Obergericht zu urteilen. Im Monat Juni letzten Jahres übergab ein Eisenbahnangestellter eine auf seinen Namen lautende und für eine Fahrt nach Bern gültige Freikarte einem gewissen H. gegen ein kleineres Darlehen. Die Karte wurde von der Ehefrau des H. aufbewahrt. Als dem H. zur Benützung der Karte keine Gelegenheit geboten war, verschenkte er sie Anfang September seinem Taufpathen R. Am 9. September fuhr dieser nach Zürich und setzte andern Tags die Fahrt nach Bern fort, um die Landesausstellung zu besuchen. In Brugg ereilte ihn aber das Schicksal, indem er bei der Billetkontrolle als unrechtmässiger Besitzer dieser Freikarte ertappt wurde.

Auf Klage hin wurde R. von der zuständigen Bezirksgerichtskommission wegen Betrugs zu 1 Tag Gefängnis und 10 Fr. Geldbusse, eventuell zu weiteren zwei Tagen Gefängnis, und der Angeklagte H. wegen Gehilfenschaft bei Betrug zu 10 Fr. Geldbusse, ev. zwei Tagen Gefängnis verurteilt. Die angeklagte Ehefrau des H. wurde freigesprochen.

Nun hat das Obergericht, als Berufungsinstanz, das erstinstanzliche Urteil bestätigt und beiden Angeklagten zu den erstinstanzlichen Kosten auch noch die obergerichtlichen auferlegt.

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