Unnötiges Leid

Die Rechtskommission des Nationalrates hat sich mit dem Schicksal administrativ Versorgter befasst. In ihrem Bericht schreibt sie: «Die Kommission stellt fest, dass die Praxis der administrativen Versorgung aus heutiger Sicht als stossend bezeichnet werden muss.

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Die Rechtskommission des Nationalrates hat sich mit dem Schicksal administrativ Versorgter befasst. In ihrem Bericht schreibt sie: «Die Kommission stellt fest, dass die Praxis der administrativen Versorgung aus heutiger Sicht als stossend bezeichnet werden muss. Sie zeugt von einer Überforderung der damaligen Gesellschaft im Umgang mit Personen, deren Lebensweise nicht dem gängigen Muster entsprach. Die damaligen gesetzlichen Grundlagen und deren Anwendungspraxis durch die Behörden führten zu unnötigem Leid der Betroffenen. In zahlreichen Fällen hatten die Versorgungen für das weitere Leben der Betroffenen weitreichende Folgen – vor allem psychischer Natur. Dies gilt umso mehr, als die Versorgungen oft im Jugendalter erfolgten.» (ist)