Unglücksfälle im Hause Kindlimann

UTTWIL. Der Wirt und Handelsmann Jakob Kindlimann zum «Frohsinn» in Uttwil war am 29. September mit dem Beladen von Mostobst auf der Bahnstation beschäftigt. Als der letzte Brückenwagen mit Birnen in den Bahnwagen verladen war, stand Kindlimann noch auf dem leeren Brückenwagen.

Merken
Drucken
Teilen

UTTWIL. Der Wirt und Handelsmann Jakob Kindlimann zum «Frohsinn» in Uttwil war am 29. September mit dem Beladen von Mostobst auf der Bahnstation beschäftigt. Als der letzte Brückenwagen mit Birnen in den Bahnwagen verladen war, stand Kindlimann noch auf dem leeren Brückenwagen. Das vorgespannte Zugpferd ging unversehens vorwärts, Kindlimann wollte abspringen, blieb aber unglücklicherweise mit dem rechten Fuss zwischen Brücke und Welle stecken und stürzte kopfüber zur Erde. Dabei erlitt er schwere Ausrenkungen und Quetschungen, was ärztliche Behandlung nötig machte.

Beim Birnenschütteln gefallen

Das Unglück scheint sich aber nicht begnügt zu haben, denn am folgenden Tag kehrte es wieder im Hause des Jakob Kindlimann ein. Einer weiteren Mitteilung entnehmen wir: Der 39jährige Dienstknecht von Happerswil, welcher seit Jahresfrist bei Kindlimanns arbeitet, ist am Nachmittag des 30. Septembers in sog. «Gries» beim Birnenschütteln auf dem Wipfel des Baumes ausgeglitten und aus einer Höhe von 8 m herabgestürzt. Er erlitt dabei in der Brustgegend starke Quetschungen und brach sich zudem das linke Handgelenk. Laut Verfügung des zugezogenen Arztes wurde der Verunglückte sofort in das Kantonsspital nach Münsterlingen überführt.

Schädelbruch nach Sturz

LENGWIL. (Mitget.) Am Freitagnachmittag wurde durch beerensuchende Kinder im Scheibenstande der Schützengesellschaft ein in bewusstlosem Zustande auf dem Boden liegender Mann aufgefunden. Durch die herbeigerufenen Polizeiorgane konnte, nachdem der augenscheinlich Verunglückte wieder einigermassen zur Besinnung gelangt war, festgestellt werden, dass es der 35jährige Schmiedegeselle Franz Grünvogel von Aulendorf (Württemberg) war.

Hülflos liegen geblieben

Den Schilderungen des Genannten konnte entnommen werden, dass er, zurzeit auf der Wanderschaft befindlich, am Freitag morgen um 4 Uhr bei dem Scheibenstande angekommen war. In der Dunkelheit soll Grünvogel die Gebäulichkeiten für eine Scheune gehalten haben, und als er im Begriffe war, sich bis zum Tagesanbruch in der vermeintlichen Scheune einen Ruheplatz auszusuchen, stürzte er auf den Zementboden des etwa 2 m tiefen Zeigerganges des Scheibenstandes, wo er, unfähig, sich wieder zu erheben, bis zum Zeitpunkte seines Auffindens durch die Kinder am späten Nachmittage hülflos liegen blieb. Laut Befund des Arztes hat der Verunglückte beim Sturze einen Schädelbruch erlitten, und es musste dessen sofortige Unterbringung in das Kantonsspital Münsterlingen angeordnet werden.