Ungeahnte Energie im Untergrund

Frauenfeld ist Energie-Stadt. Das verpflichtet. Auf den Dächern spriessen die Solarzellen. Atomstrom kommt nicht mehr ins Haus. Bei der öffentlichen Beleuchtung strahlen sparsame LED und keine zweifelhaften Quecksilberdampflampen mehr. Das Rathaus hat neue Fenster erhalten, die besser isolieren.

Stefan Hilzinger
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Frauenfeld ist Energie-Stadt. Das verpflichtet. Auf den Dächern spriessen die Solarzellen. Atomstrom kommt nicht mehr ins Haus. Bei der öffentlichen Beleuchtung strahlen sparsame LED und keine zweifelhaften Quecksilberdampflampen mehr. Das Rathaus hat neue Fenster erhalten, die besser isolieren. Allerdings hat die Energie-Stadt auch Rückschläge verkraften müssen: Das Volk sagte Nein zum Engagement in einem deutschen Windpark und der Fernwärmering ringt um Finanzen.

Um den Anteil an lokal gewonnener Energie zu erhöhen, will der Stadtrat nun eine ungeahnte Quelle im Untergrund anzapfen. Dies jedenfalls ist nach dem vergangenen Wochenende zu hören.

Im Führungsbunker in der Schlossmühle fanden sie eine Art dreisitzigen Hometrainer, mit dem sich formidabel ein Dynamo antreiben lässt. Nun sollen jeweils drei Stadtratsmitglieder nach der wöchentlichen Sitzung eine halbe Stunde pedalen. Das gibt ein paar Watt Frauenfelder Naturstrom und erhöht erst noch die Chancen, das nächste Gemeindeduell von «schweiz.bewegt» zu gewinnen.