Ums innere Feuer sorgen

Burn-in statt Burn-out: Rund 60 Lehrerinnen und Lehrer nahmen auf Einladung der Perspektive Thurgau am Mittwochnachmittag im Paul-Reinhart-Schulhaus Weinfelden am kantonalen Netzwerktreffen Gesundheitsfördernder Schulen teil.

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Burn-in statt Burn-out: Rund 60 Lehrerinnen und Lehrer nahmen auf Einladung der Perspektive Thurgau am Mittwochnachmittag im Paul-Reinhart-Schulhaus Weinfelden am kantonalen Netzwerktreffen Gesundheitsfördernder Schulen teil. Ausbrennen könne nur, was zuvor gebrannt habe, sagte Referent Marc Riklin und empfahl, die innere Glut durch das Wahrnehmen von Glücksmomenten zu schüren. Zu diesem Zweck habe er vor elf Jahren in St. Gallen die «Meldestelle für Glücksmomente» gegründet, bei der seither einige tausend Glücksmeldungen eingegangen seien – häufig in Verbindung mit einem «ersten Mal». Mit der Meldestelle begegne er der defizitorientierten Gesellschaft.

Marc Riklin empfahl eine gesunde Mediendiät, denn: «Die Welt ist nicht so schlecht, wie sie dargestellt wird.» Die Neuen Medien bezeichnete er als digitale Hausbesetzer. Seine Anleitung zum Glücklichsein umfasst vier Stufen: Das Glück wahrnehmen, es melden, verbreiten und – für Fortgeschrittene – initiieren. Letzteres versucht er zusammen mit Jugendlichen mit dem «Stautheater» in St. Gallen, das Autofahrern die Wartezeiten im Stau verschönt. Um Glück zu erfahren, brauche es die Selbsterlaubnis, «Sachen zu machen, die von niemandem bestellt wurden, keinen Zweck haben und kein Geld bringen». Zur Illustration zeigte er Fotos seiner Kunstaktionen als Tagträumer oder Bauchpinsler. (kaz.)

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