Umgebaute Betriebe liefern viel mehr Milch

WEINFELDEN. In der Schweiz haben noch nie so wenige Betriebe so viel Milch produziert wie 2014. Die abgelieferte Menge lag 2 Prozent über dem Rekordjahr 2011.

Mario Tosato
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WEINFELDEN. In der Schweiz haben noch nie so wenige Betriebe so viel Milch produziert wie 2014. Die abgelieferte Menge lag 2 Prozent über dem Rekordjahr 2011. Das habe natürlich zu Preissenkungen geführt, sagte Markus Gubler, Präsident der Thurgauer Genossenschaft für landwirtschaftliche Investitionskredite und Betriebshilfen (Glib), an der Jahresversammlung in Weinfelden.

Strukturwandel geht weiter

Der Strukturwandel in der Milchwirtschaft sei ungebrochen gross, sagte Gubler. 2014 habe die Anzahl der Milchproduzenten um 893 Betriebe abgenommen. Mehr als zwei Betriebe pro Tag gaben die Milchproduktion auf. «Die Betriebe, die wir unterstützen, melken nach dem Um- oder Neubau rund 430 000 Kilogramm Milch», sagte Gubler. «Das ist mehr als doppelt so viel wie der Schweizer Durchschnitt.»

Die Glib hat im 2014 rund 16 Millionen Franken neue Investitionskredite bewilligt. Dies sind circa 3 Millionen Franken weniger als im Vorjahr. Der Rückgang sei damit zu begründen, dass keine Photovoltaikanlagen mehr unterstützt werden.

893 Milchproduzenten weniger

Glib-Geschäftsführer Werner Ausderau stellte fest, dass von den 73 eingereichten Gesuchen 71 Gesuche bewilligt wurden. Dem Bundesamt für Landwirtschaft wurden 25 Gesuche für Investitionskredite (Vorjahr 24) unterbreitet. Dabei handelte es sich um Investitionskredite von über 350 000 Franken und ein kombiniertes Gesuch mit Bundesbeiträgen im Berggebiet. Laut Ausderau sind die Glib-Darlehen weiterhin zu über 99 Prozent mit Grundpfandsicherheiten abgedeckt. Der Gesuchseingang bei den Starthilfen war im gleichen Rahmen wie letztes Jahr. 13 Junglandwirte konnten als Eigentümer, 8 als Pächter und 10 über eine Generationengemeinschaft in die Landwirtschaft einsteigen. Laut Ausderau ist die Zahlungsmoral bei den Bauernbetrieben nach wie vor sehr gut.