Um eine Million Franken besser

AADORF. Die Jahresrechnung 2010 von Aadorf schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 950 000 Franken. Einer der Gründe für die Besserstellung zum Budget: Mehreinnahmen bei den Steuern. Viele junge Paare sind in den letzten Jahren zugezogen.

Philipp Haag
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Gemeindeammann Bruno Lüscher und Finanzverwalter Roger Disch präsentieren die Jahresrechnung 2010. (Bild: Nana do Carmo)

Gemeindeammann Bruno Lüscher und Finanzverwalter Roger Disch präsentieren die Jahresrechnung 2010. (Bild: Nana do Carmo)

Erfreulich sind die Zahlen, die Aadorf am 15. Mai zur Abstimmung bringt: Die Jahresrechnung für das Jahr 2010 schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 950 000 Franken. Gegenüber dem Budget bedeutet dies eine Besserstellung um 1,1 Millionen Franken, war doch ein Aufwandüberschuss von 140 000 Franken veranschlagt. Im wesentlichen sind es vier Bereiche, die zur positiven Abweichung beitragen: die Gemeinde- und Bauverwaltung (127 000 Franken), das Gemeinde- und Kulturzentrum (53 000 Franken), die öffentliche Sozialhilfe (281 000 Franken), die Steuern (502 000 Franken, aufgeteilt auf Gemeindesteuern mit 344 000 Franken und Grundstückgewinnsteuern 158 000 Franken). Der Gemeinderat schlägt gemäss dem Finanzverwalter Roger Disch den Stimmberechtigten vor, zusätzliche Abschreibungen vorzunehmen, und zwar bei der sich im Besitz der Gemeinde befindenden Turnhalle Guntershausen von 665 000 Franken und beim Schwimmbad von 107 000 Franken. Somit verbleibt ein Ertragsüberschuss von 180 000 Franken, der dem Eigenkapital gutgeschrieben würde.

Wachstum von 10 Prozent

Dass der auf 2010 erwartete Rückgang bei den Steuereinnahmen, sie betragen 7,6 Millionen Franken, nicht eintraf, ist Neuzuzügern zu verdanken. Wie Gemeindeammann Bruno Lüscher an der gestrigen Medienorientierung sagte, ist die Gemeinde im letzten Jahr um 67 Einwohner auf 8047 gewachsen. «Seit 2007 sind ausgesprochen viele junge Paare, bei denen beide steuerpflichtig sind, in die Gemeinde gezogen.» Das Bevölkerungswachstum bezifferte er für die letzten 10 Jahre auf 10 Prozent, bei den Steuerpflichtigen gar auf 28 Prozent. Lüscher erwartet, dass die Entwicklung in diesem Jahr noch anhält, ab 2012 sollte sie sich dann abschwächen. Dass die öffentliche Sozialhilfe besser abschliesst als veranschlagt, hat gemäss Lüscher mehrere Gründe. Wesentlich dazu beigetragen habe sicher eine gute Bewirtschaftung der Dossiers.

Bäder: Ziel nicht erreicht

Das Ziel nicht erreicht hat die Gemeinde bei den Bädern, wie Lüscher selbstkritisch anmerkte. 2010 war das erste Jahr, in dem die Gemeinde die Gesamtverantwortung für das Freibad Heidelberg und das Hallenbad Löhracker trägt. Die Mehrkosten zum Budget belaufen sich auf 100 000 Franken. Circa 30 Prozent dieser Mehrkosten betreffen das Personal, musste doch ein neues Bademeister-Team aufgebaut werden. Die restlichen Mehrkosten verteilen sich auf Unterhaltsarbeiten wie Parkplätze oder die Umgebung zum Eingangsbereich.