UESSLINGEN: Hardrocker, Engel und Lokalmatadoren

Beim diesjährigen Sommernachtsball treffen Metallbands auf Coverbands und auf Schlagersternchen. Die letzten Vorbereitungen für das am Freitag beginnende dreitägige Fest laufen auf Hochtouren.

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Die Bühne des Sommernachtsballs 2016. (Bild: Chris Marty)

Die Bühne des Sommernachtsballs 2016. (Bild: Chris Marty)

Zum 22. Mal findet der Sommernachtsball statt, aber erst zum dritten Mal in der Thurebene. Bis 2014 wurde auf dem Iselisberg gefeiert. Der Umzug habe sich bisher aufgrund der positiven Rückmeldungen bewährt, sagt Andreas Frei, Mitveranstalter des Sommerfestivals. Die Leute begrüssten das flachere Gelände mit Postautoanschluss – auch weil es einfacher zu finden ist.

Auch heuer erwartet die Besucher während drei Tagen ein vielfältiges musikalisches Angebot. «Wir wollen möglichst abwechslungsreiche Musik bieten, so dass für jeden etwas dabei ist», erklärt Frei. Er treffe jeweils die Vorauswahl der Bands, welche er mindestens ein Jahr vor dem Fest anfragt. «Manchmal erhalten aber auch wir die Anfragen von Bands, das freut uns sehr.» Am Freitag wird das Sommerfest mit der Rocknacht eröffnet. Auftakt dazu ist die Band Hair Dryer aus Nidwalden, die dem Rock der 80er neues Leben einhaucht. Den Hauptakt bildet die 2005 gegründete deutsche Band Human Zoo, welche modernen Rock spielt. DJ Rock ‘n’ Roll wird anschliessend bis vier Uhr morgens auflegen.

Am Samstag wird Partystimmung grossgeschrieben, und die Coverband Wilde Engel aus dem Schwarzwald soll den Besuchern dafür einheizen. Auch Resident DJ Rentsch wird für Unterhaltung bis in die Morgenstunden sorgen.

Organisation statt Ferien am Sandstrand

Am Sonntag bietet der Frühschoppen für die Besucher, die es am Vortag gemütlicher genommen haben, Musik von den Dixie Ländler. Im Verlaufe des Tages werden auch die Hausband Gino Boys und die Schlager-Country-Lady Michelle Ryser auftreten.

Das gesamte Organisationskomitee, bestehend aus acht Uesslingern, hat sich auch heuer für den Sommernachtsball zwei Wochen Ferien genommen. Statt sich an einem Strand auszuruhen, bauen sie gemeinsam mit 15 weiteren freiwilligen Helfern das Festgelände auf. Diese Zeit brauche man für den ganzen Auf- und Abbau und das Festival dazwischen. «Der Aufwand lohnt sich für mich, weil ich so viel Freude habe und den Leuten in der Region eine schöne Zeit bieten kann. Der Moment, wenn alle auf Festgelände strömen, ist alle Mühe wert», sagt Frei. Am Sommernachtsball selbst werden zusätzlich zum OK über 60 Freiwillige am Eingangsbereich, in der Festwirtschaft und auf dem Gelände im Einsatz sein.

Finanziell lohne sich das Fest aber nicht. «Das Ziel ist es, eine schwarze Null zu schreiben. So ein Event ist sehr teuer.» Trotzdem will das OK den Eintrittspreis nicht erhöhen. «20 Franken für täglich vier Stunden Livemusik ist für jedermann erschwinglich. Wir wollen, dass alle das Sommernachtsfest besuchen können», sagt Frei. Ohne die zahlreichen Sponsoren wäre der Anlass nicht möglich.

Frei hofft auf viele Gäste: «Wir erwarten insgesamt über 2000 Besucher in den drei Tagen. Leider ist das sehr wetterabhängig.» Er freue sich jedenfalls auf ein buntes Treiben.

Désirée Wenger

desiree.wenger@thurgauerzeitung.ch

Weitere Informationen unter: www.sommernachtsball.ch