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UESSLINGEN: Besser bauen leicht gemacht

Die gestrige Bechtelisgemeinde genehmigte eine Umzonung und eine Strassenumlegung. Grund dafür ist ein Gestaltungsplan. Ja sagte die Versammlung auch zu Krediten für die Wasser- und Energieversorgung.
Mathias Frei
Umzonung: Die ehemalige Käserei steht neu in der Dorfzone. Der Zollhausweg links wird aufgehoben.

Umzonung: Die ehemalige Käserei steht neu in der Dorfzone. Der Zollhausweg links wird aufgehoben.

Mathias Frei

mathias.frei@thurgauerzeitung.ch

Seit kurzem gibt es einen Gestaltungsplan-Entwurf für das Gebiet Zollhausweg eingangs Uesslingen grad nach der Thurbrücke rechter Hand. Die ehemaligen Schweineställe sind bereits umgezont worden in die Dorfzone. Nur die alte Käserei liegt noch in der Wohn- und Gewerbezone. Das ist nun gestern geändert worden. Die 107 Stimmberechtigten genehmigten in der Schulhausturnhalle diskussionslos eine Umzonung in die Dorfzone. Für ein Projekt ist eine einheitliche Zonierung notwendig. So könne eine bessere Bebauungsqualität erreicht werden, argumentierte Gemeindepräsidentin Elisabeth Engel.

Nicht weniger wichtig für die Bebaubarkeit des Gestaltungsplangebiets ist eine Strassenumlegung. Auch hier erfolgte der positive Entscheid gestern einstimmig. Das Gebiet Zollhausweg war bisher übererschlossen. Deshalb werden nun zwei Abschnitte des Zollhauswegs aufgehoben. Dafür entsteht eine neue Erschliessungsstrasse. Es müsse kein zusätzliches Land für diese Strassenumlegung erworben werden, fügte Gemeindepräsidentin Engel an.

In Sachen Strassen ebenfalls übererschlossen ist Trüttlikon. Deshalb bot der Gemeinderat einem Landwirt 240 Quadratmeter Strasse zum Kauf an. Die Strasse soll aufgehoben und zum Hofplatz werden, denn sie trennte bislang das Wohnhaus vom Stall. Die Versammlung sagte bei einem Verkaufspreis von 150 Franken pro Quadratmeter Ja zur Veräusserung.

Das Ende der Freileitungen

Weiter genehmigten die Stimmberechtigten grössere Investitionen in der Wasser- und der Energieversorgung. Auf 612000 Franken beläuft sich der Neubau der Trafostation Sonnenberg nordwestlich von Dietingen und der Ersatz von Freileitungen durch Erdkabel. Die Investition sei nicht klein, aber notwendig, erläuterte die Gemeindepräsidentin. Seit 46 Jahren wurde an der Trafostation nur noch der normale Unterhalt gemacht. Die Anlage sei sanierungsbedürftig und entspreche auch nicht mehr den heutigen Sicherheitsvorgaben. Ein ehemaliges Behördenmitglied regte an, mehrere Liegenschaften, die zwar profitierten, sich aber bereits auf Neunforner Boden befinden, an den Kosten zu beteiligen.

Bei der Wasserversorgung werden 210000 Franken investiert. Dafür gibt es nach über 26 Betriebsjahren eine neue Steuerung sowie zwei neue Pumpen im Grundwasserpumpwerk. Die ältere Pumpe stammt aus dem Jahr 1950. Und schliesslich wird auch eine Ultraviolett-Desinfektionsanlage eingebaut.

300'000 Franken Gewinn und Diskussionen um den Präsidentenlohn

Der Gemeinderat rechnet mit einem in finanzieller Sicht absolut positiven 2018. Das Budget sieht bei einem Ertrag von 4,05 Millionen Franken einen Gewinn von 300000 Franken vor. Investieren will Uesslingen-Buch 2,14 Millionen Franken. Bereits das Budget 2017 rechnete mit 300000 Franken Überschuss bei 4,14 Millionen Ertrag. Die Versammlung genehmigte die Erfolgsrechnung, die Investitionsrechnung und den Steuerfuss jeweils ohne Gegenstimme. Eine Steuersenkung wäre laut Gemeindepräsidentin Engel durchaus machbar gewesen. Man wolle nun aber zuerst den ersten Abschluss in HRM2 abwarten. Damit bleibt der Steuerfuss bei 52 Prozent.

Ein Stimmberechtiger hatte Gemeindepräsidentin Engel im Voraus schriftlich betreffend Präsidiumslohn und Sitzungsgeldern einige kritische Fragen gestellt. Derzeit führt Engel anstelle der Gemeindeschreiberin die Gemeindeverwaltung und erhält dafür eine zusätzliche Vergütung. Auf die Lohnfrage konterte Engel, ihre Jahresarbeitszeit 2017 habe sich effektiv auf über 1700 Stunden belaufen – also mehr als doppelt so viel, wie ihr 40-Prozent-Pensum verlange. (ma)

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