Überall Angst vor Lärm und Littering

Am Mittwoch war in den «Schaffhauser Nachrichten» zu lesen, dass der Basadinger Gemeinderat die Skateranlage abbestellt habe. Was abbestellt wurde, war nicht eine Skateranlage, sondern eine einfache Halfpipe.

Drucken

Am Mittwoch war in den «Schaffhauser Nachrichten» zu lesen, dass der Basadinger Gemeinderat die Skateranlage abbestellt habe. Was abbestellt wurde, war nicht eine Skateranlage, sondern eine einfache Halfpipe.

Deren Geschichte begann im Frühjahr 2008. Jugendliche sammelten viele Unterschriften für eine Halfpipe. Fast jeder im Dorf setzte seine Unterschrift auf eines der Blätter. Danach machte sich der Gemeinderat auf die Suche. Man fand eine Occasionsanlage – nicht aber den zugehörigen Platz.

Der Jugendarbeiter wurde eingeschaltet. Schnell erstellten die Jugendlichen mit ihm zusammen ein umfassendes Regelwerk. Es wurde klar, dass sie die Halfpipe hegen und pflegen würden und dass ein Zaun erstellt wird. Die Halfpipe wäre nur zu bestimmten Zeiten zugänglich gewesen. Es wurde auch geregelt, was geschieht, wenn sich Jugendliche nicht an die Regeln halten. Nun folgten etliche Diskussionen – je nach neuer Standort-Idee.

Überall hiess es, dass man etwas für die Jugend machen sollte – und überall fürchtete man den Lärm, das Littering, den Alkohol und die Drogen.

Sämtliche Jugendliche, die sich für die Halfpipe eingesetzt haben, sind nicht diesen Kreisen zuzurechnen. Sie wären mit jedem Standort einverstanden gewesen – wenn sie nur endlich auf einer Halfpipe fahren könnten. Wo aber haben sie nun ihren Platz?

Es ist noch kein halbes Jahr her, seit andere Jugendliche aus der Gemeinde, allerdings aus Schlattingen, mit dem gleichen Wunsch an die Tür der Jugendarbeit klopften.

Peter Spirig

Jugendarbeiter

Region Diessenhofen