Über Schule selbst bestimmen

HOMBURG. Am 11. Dezember kommt in den Schulgemeinden Gündelhart-Hörhausen und Homburg-Hörstetten eine schon länger angedachte Fusion der Primarschulgemeinden auf Gemeindegebiet Homburg zur Abstimmung.

Barbara Hettich
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Gemeindeammann Thomas Wiget hofft auf ein Ja zum Wohle der ganzen Gemeinde. (Bilder: Nana do Carmo)

Gemeindeammann Thomas Wiget hofft auf ein Ja zum Wohle der ganzen Gemeinde. (Bilder: Nana do Carmo)

HOMBURG. Der Homburger Gemeindeammann Thomas Wiget hat sich für eine Volksschule in seiner Gemeinde stark gemacht – ebenso die beiden Präsidenten der Primarschulgemeinden Peter Fröhlich und Stephan Diener. Daraus wird nichts, denn der Regierungsrat wird eine neue, kleine Sekundarschule auf dem Seerücken nicht bewilligen (die TZ berichtete).

Mit zwei Sekundarschulen

Was der Kanton aber bewilligen wird: Auch nach einem allfälligen Zusammenschluss dürfen die Schüler aus Hörhausen und Gündelhart weiterhin die Sekundarschule in Steckborn besuchen, die Schüler aus Homburg und Hörstetten ihrerseits die Sekundarschule in Müllheim. Die Gemeinde Homburg bekomme in dieser Hinsicht aufgrund der Weitläufigkeit des Gemeindegebiets eine Ausnahmebewilligung, sagt Peter Fröhlich. Damit habe man die grösste Hürde für einen Zusammenschluss aus dem Weg geräumt.

Der Abstimmung vorausgegangen ist ein langer Entscheidungsprozess. Thomas Wiget ist nun zuversichtlich, dass die Stimmberechtigten diesem Zusammenschluss zustimmen werden. Der Leidensdruck sei mittlerweile gross. Das Schulhaus in Homburg ist sanierungsbedürftig, in Hörhausen zu wenig Kinder, und das Schulhaus ist nicht ausgelastet. Kleinklassen sind finanziell kaum zu verkraften. «Ein Zusammenschluss würde noch weitere Vorteile bringen», sagt Stephan Diener. Er denkt dabei an eine Schulleitung für alle Schulstandorte oder an ein Schulsekretariat. Mit den knapp 80 Kindern aus der Schulgemeinde Homburg und den rund 40 Kindern aus Hörhausen wäre man gemeinsam wieder eine Schule von akzeptabler Grösse, dies würde das Überleben sichern. «Es wäre doch schlimm, wenn wir nach der Post auch noch die Schule verlieren würden», sagt Thomas Wiget. Er befürchtet, dass dies passieren, könnte, wenn man sich einer grösseren Schulgemeinde anschliessen müsste und bei der Erhaltung der Schulstandorte überstimmt und somit fremdbestimmt würde.

Sinkende Schülerzahlen

Auf Gemeindegebiet Homburg sinken die Schülerzahlen. Eine Trendwende sei nicht in Sicht, sind sich Gemeindeammann und Schulpräsidenten einig. Die Gemeinde könne sich raumplanerisch kaum entwickeln. Es sei also an der Zeit, diese Tatsache zu akzeptieren und entsprechend zum Vorteil der ganzen Gemeinde zu handeln.