Über Nacht verschwand die Murg

In der Nacht auf Dienstag sank der Pegel der Murg in Frauenfeld markant ab. Grund ist die jährliche Revision des Kleinwasserkraftwerks an der Zeughausbrücke. Seit gestern abend staut sich das Wasser am Schlauchwehr wieder.

Stefan Hilzinger
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Die Murg oberhalb der Zeughausbrücke gestern nachmittag. (Bild: Stefan Hilzinger)

Die Murg oberhalb der Zeughausbrücke gestern nachmittag. (Bild: Stefan Hilzinger)

FRAUENFELD. Männer mit Schutzkleidern spritzen die Wände mit Hochdruckreinigern ab. Kollegen fegen den Boden mit Bürsten. Einmal jährlich wird das Kleinwasserkraftwerk an der Zeughausbrücke gründlich gereinigt. Das war gestern Dienstag der Fall.

Wasser abgelassen

In der Nacht zuvor war das beim Schlauchwehr aufgestaute Wasser über den sogenannten Spülschutz abgelassen worden, erklärt Peter Osterwalder, der bei den Werkbetrieben Frauenfeld für Betrieb und Unterhalt des Wasserkraftwerks zuständig ist.

Bald wieder aufgestaut

Der Pegel der Murg lag gestern früh deutlich tiefer als noch Montag. Passanten warfen erstaunte Blicke auf das Rinnsal. Doch schon heute dürfte das Bild wieder das alte sein, denn seit gestern abend wird wieder gestaut. «Es dauert schon einen Tag, bis das Wasser wieder aufgestaut ist. Wenn's gleichzeitig regnet, geht's vielleicht etwas schneller», sagt Osterwalder.

Während der Revision reinigen die Angestellten der Werkbetriebe nicht nur Wände und Böden der Kanäle, sie putzen auch den Rechen, in dem sich allerhand Unrat angesammelt hat. «Zudem reinigen wir die Turbine und spritzen den angelagerten Kalkbelag mit Wasser weg», sagt Osterwalder. Die Revision führen die Werkbetriebe in aller Regel im Sommer durch, wenn der Wasserstand ohnehin tief ist.