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Über hundert Velofahrer und ein erfreuliches Gespräch

Eine Gruppe von Einwohnerinnen und Einwohnern fordert konkrete Massnahmen, damit das Velofahren in der Stadt sicherer wird. Mit den Vorschlägen stossen sie beim städtischen Tiefbauamt auf Gehör.
Mathias Frei
Diskussionen über den Massnahmenkatalog: Benjamin Stricker im Gespräch mit einer Velofahrerin. (Bild: Mathias Frei (9. November 2016))

Diskussionen über den Massnahmenkatalog: Benjamin Stricker im Gespräch mit einer Velofahrerin. (Bild: Mathias Frei (9. November 2016))

Die Gruppe Frauenfelder Velofahrerinnen und Velofahrer will vorwärts machen. Mittlerweile zählt die Gruppe über hundert Einwohner. Und ihre Forderungen sollen nicht zum Papiertiger, sondern zeitnah umgesetzt werden. Es geht schliesslich um die Sicherheit der Velofahrer in Frauenfeld.

Vergangenen Freitag fand deshalb ein Gespräch mit den Verantwortlichen des städtischen Amts für Tiefbau und Verkehr statt. Das Resultat: Die Stadt wird die aufgestellten Verbesserungsmassnahmen respektive die entsprechenden Zeithorizonte für die Umsetzung beurteilen und schriftlich Stellung nehmen. CH-Gemeinderat Benjamin Stricker spricht von einer erfreulichen Sitzung mit Amtsleiter Thomas Müller und Oberbauleiter Beat Luchsinger. Ende September stellten Stricker, CH-Gemeinderätin Anita Bernhard, Architekt Bruno Stäheli und FDP-Frau Andrea Ferraro (beide von der IG Schmetterling) einen Katalog für sicheres Velofahren in der Stadt vor (die TZ berichtete). Einerseits sind für 19 Stellen in Frauenfeld über 60 konkrete Massnahmen vorgeschlagen. Andererseits werden allgemeine Problemfelder thematisiert, die Velofahrer betreffen: Einlenker, Baustellen oder Winterdienst. In der Zwischenzeit ist auch SP-Kantonsrätin Marianne Sax zur Kopfgruppe gestossen.

Mitbestimmung bei Kantonsstrassen gefordert

Ein Thema des positiven Gesprächs mit dem Tiefbauamt war das kantonale Langsamverkehrskonzept. Man sei sich einig gewesen: Der Kanton wolle dieses Konzept, lebe es aber nicht, sagt Stricker. «Es besteht eine Diskrepanz zwischen Ist- und Soll-Zustand, weil die Umsetzung dieses Konzepts den Gemeinden übertragen wird.» Dies, obschon es sich bei den betroffenen Flächen oft um Kantonsstrassen handle. Das fehlende Mitbestimmungsrecht über Kantonsstrassen auf Gemeindegebiet machte man gemeinsam als Problem aus.

Obwohl nebst Sax weitere Kantonsräte und auch Frauenfelder Gemeinderäte der überparteilichen Velofahrer-Gruppe angehören, soll vorerst der ausserparlamentarische Weg begangen werden. Wie sich nun zeigt, kann dies ein erfolgreiches Vorgehen sein. Natürlich beteiligt sich die Gruppe auch an der bis 9. Dezember dauernden Vernehmlassung zum kantonalen Langsamverkehrskonzept. Eine Art interne Vernehmlassung fand vor einiger Zeit in Form eines Diskussionsabends statt. Der von einem halben Dutzend Personen erstellte Massnahmenkatalog der Frauenfelder Velofahrerinnen und Velofahrer sollte von der ganzen Gruppe getragen werden. An diesem Abend brachten die zwei Dutzend Anwesenden ihre eigenen Erfahrungen als Velofahrer in der Stadt ein. «Wir sind froh um eure Rückmeldungen», hatte Stricker damals die Diskussion eröffnet. Man war sich einig, dass ein Ziel der Gruppe sein müsse, penetrant zu bleiben und nachzuhaken. Ebenfalls kam das Potenzial von innerstädtischem, flächendeckendem Tempo-30-Regime zur Sprache.

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