Über 100 Babies mehr als im Jahr zuvor

FRAUENFELD. In den beiden Thurgauer Kantonsspitälern in Frauenfeld und Münsterlingen kamen im vergangenen Jahr über 100 Babies mehr auf die Welt als im Jahr zuvor.

Marina Winder
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Wieder mehr Neugeborene an den Thurgauer Kantonsspitälern. (Bild: Fotolia)

Wieder mehr Neugeborene an den Thurgauer Kantonsspitälern. (Bild: Fotolia)

Die beiden Thurgauer Kantonsspitäler mit Frauenkliniken melden eine deutliche Zunahme an Geburten für das letzte Jahr. Damit sind sie in guter Gesellschaft: Der «Tages-Anzeiger» berichtete von steigenden Geburtenzahlen an etlichen Schweizer Spitälern. In Frauenfeld kamen gemäss Marc Kohler, CEO der Spital Thurgau AG, 1150 Babies auf die Welt, in Münsterlingen waren es 950 Neugeborene. Das entspricht einer Zunahme von 5,7 Prozent in Frauenfeld, also gut 65 Babies mehr, und einer Zunahme von 5,2 Prozent in Münsterlingen, was knapp 50 Babies mehr als im Vorjahr sind.

Diese Zahlen deuten auf eine beträchtliche Geburtenzunahme im Thurgau hin. Klarheit werden aber erst die Zahlen der kantonalen Dienststelle für Statistik verschaffen. Diese erscheinen in der Regel im Sommer. Sie beruhen auf den Daten des Zivilstandsregisters und beziehen sich auf die ständige Wohnbevölkerung. Anders als in der Statistik des Spitals sind darin die Kinder von Asylsuchenden nicht enthalten. Hingegen sind auch die Babies von Thurgauer Eltern aufgeführt, die in einem Spital ausserhalb des Kantons zur Welt kommen - diese sind in den aktuellen Zahlen der Thurgauer Spitäler nicht enthalten. Entsprechend weit können die Zahlen aus den beiden Quellen auseinandergehen.

So meldeten die Kantonsspitäler vor einem Jahr für das Jahr 2011 knapp 2000 Geburten. Die kantonale Statistik wies wenige Monate darauf 2340 Geburten für das Jahr 2011 aus. Zwischen den Jahren 2005 und 2010 waren die Geburtszahlen im Thurgau um über 13 Prozent gestiegen, schweizweit stiegen sie in diesem Zeitraum nur um 10 Prozent. Im Jahr 2005 erreichten die Geburtszahlen der ständigen Wohnbevölkerung mit 2100 Neugeborenen gemäss Zivilstandsregister einen Tiefstand. Seit 2009 sind es bei der ständigen Wohnbevölkerung wieder über 2300 Geburten pro Jahr.

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