Turnfabrik wird zu Solarfabrik

Die Solarstromanlage auf der Turnfabrik ist in der Lage, das ganze Gebäude mit Strom zu versorgen. Am Mittwoch wurde sie eingeweiht.

Hugo Berger
Drucken
Teilen
Auf dem Dach der Turnfabrik: Urs Dünnenberger (Solarstrom-Pool Thurgau) und Werner Müller (Solargenossenschaft Frauenfeld). (Bild: Hugo Berger)

Auf dem Dach der Turnfabrik: Urs Dünnenberger (Solarstrom-Pool Thurgau) und Werner Müller (Solargenossenschaft Frauenfeld). (Bild: Hugo Berger)

FRAUENFELD. Zwei Anlässe wurden am Mittwochabend in der Turnfabrik gemeinsam gefeiert: Der Solarstrom-Pool Thurgau und die Solargenossenschaft Frauenfeld luden zur Einweihung der Solarstromanlage auf dem Dach der Turnfabrik.

Und der Verein Turnfabrik dankte seinen Sponsoren für die Treue. Mit Pyramiden, Saltos und Flick Flacks zeigten die jungen Turner und Turnerinnen in einer kurzen Aufführung, was in ihnen steckt.

Strom für Turnfabrik

Ein bisschen Fitness war auch angesagt für Besucher, welche die Solaranlage besichtigen wollten. Eine steile Treppe führt vom Massageraum auf das 48 lange und 28 Meter breite Dach. Das Besondere der Anlage sei, dass die technischen Geräte nicht im Gebäude, sondern in einem Dachaufbau untergebracht seien, erklärte Christian Schmid, Geschäftsführer der Solaranlagen-Firma Alsol AG. Die Anlage wurde Ende März ans Netz angeschlossen. Mit Jahresleistung von 74 000 Kilowattstunden ist sie in der Lage, den gesamten Strombedarf der Turnfabrik abzudecken. Die Anlage produziert heute rund ein Viertel des Strombedarfs direkt für die Turnfabrik. Der Überschuss wird ins städtische Stromnetz abgegeben.

Beispiel für stetigen Wandel

«Aus der Turnfabrik ist nun auch eine Stromfabrik geworden», sagte Urs Dünnenberger vom Solarstrom-Pool Thurgau. Die Turnfabrik sei ein Beispiel für den stetigen Wandel. Vor elf Jahren sei aus der nicht mehr benutzten Industriehalle eine Turnhalle entstanden. «Mit der neuen Solarstromanlage setzen wir ein weiteres Zeichen für den Wandel in unserer Gesellschaft», sagte Dünnenberger. Immer mehr setze sich nämlich die Erkenntnis durch, dass man eine sichere Stromversorgung nicht durch grosse zentrale Kraftwerke, sondern mit kleinen, dezentralen Anlagen erreiche. Und Werner Müller, Präsident der Solargenossenschaft Frauenfeld, sagte: «Wir freuen uns besonders, dass die Anlage zu unserem 25jährigen Bestehen realisiert werden konnte.»

Aktuelle Nachrichten