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Turnbeginn im Sommer 2013

Die neue Turnhalle für das Gewerbliche Berufs- und Weiterbildungszentrum im Riethüsli soll in eineinhalb Jahren stehen. Sobald der Winter abgezogen ist, wird mit den Bauarbeiten gestartet.
Regula Weik
Bauchef Willi Haag. (Bild: Ralph Ribi)

Bauchef Willi Haag. (Bild: Ralph Ribi)

ST. GALLEN. Bauchef Willi Haag atmet auf: Der neuen Turnhalle im Riethüsli steht nichts mehr im Wege. In wenigen Wochen fahren im Demuttal oberhalb der Stadt St. Gallen die Bagger auf – und wenn alles nach Plan läuft, können die Schülerinnen und Schüler des Gewerblichen Berufs- und Weiterbildungszentrums ab Beginn des Schuljahres 2013/14 wieder in einer eigenen Halle turnen. Für sie geht eine dannzumal viereinhalbjährige Phase der Einschränkungen, Provisorien und Herumreiserei zu Ende. Für den Kanton und insbesondere den Bauchef ein langes Seilziehen um Provisorium und Wiederaufbau der Halle.

Und so gibt es im Jahresrück- und Jahresausblick von Regierungsrat Haag seit Februar 2009 eine Konstante: den Wiederaufbau der eingestürzten Turnhalle. Damals war die Halle in den frühen Morgenstunden eingebrochen. Die Abklärung der Schadenursache hatte ergeben: Beim Bau waren verstärkende Elemente bei den Dachträgern weggelassen worden. Die 126 Rippen hätten 1800 Franken gekostet – bei Gesamtkosten für die Halle von gut zwölf Millionen.

Keine Parlamentsdebatte

Der Bauchef ist mit dem Fortgang der Dinge zufriedener als einige Kantonsparlamentarier. Sie hatten ihm – und den Untersuchungsbehörden – wiederholt Verschleppung vorgeworfen. Strafuntersuchung, Haftungsfragen, Gutachten und Gegengutachten hatten rund zwei Jahre beansprucht.

Doch nun liegen die Baubewilligung auf dem Tisch und das Geld der Versicherung auf dem Konto des Kantons. Regierungsrat Haag ist nicht unglücklich, dass der Betrag, für welchen der Kanton noch selber aufkommen muss, im Kompetenzbereich der Regierung – und damit unter drei Millionen – liegt. Damit entfällt die Beratung durch das Kantonsparlament – «wir sparen so rund drei Viertel Jahre Zeit», sagt Haag. Und er verspricht: «Wir legen los, sobald der Winter weg ist.» März oder April dürfte es so weit sein.

Der neue Bau unterscheidet sich unwesentlich vom alten. «Er wird ähnlich, aber nicht identisch sein», sagt Haag. «Die gleiche Halle, die gleiche Farbe – das wäre psychologisch schlecht.» So wird auch die Dachkonstruktion optisch verändert – und natürlich genaustens geprüft. Der Kanton hat zudem einen neuen Planer beauftragt – auch da spiele die psychologische Komponente mit.

Der Ärger der Bevölkerung

Für Verstimmung – auch in der Bevölkerung – hatte der Umstand geführt, dass der Schadenplatz wegen der laufenden Verfahren lange Zeit nicht geräumt und nicht frei gegeben worden war. Die Regierung – sie hätte gerne ein Hallenprovisorium erstellt – erlitt im Parlament denn auch eine Niederlage; die Politik drängte auf einen raschen Wiederaufbau – und auf eine vorberatende Kommission. Diese wurde dann auch eingesetzt – ohne allerdings ein konkretes Geschäft zu haben.

Grosser Unmut in der Bevölkerung regte sich auch, als die Staatsanwaltschaft im Herbst das Strafverfahren gegen zwei am Bau beteiligte Personen einstellte. Als Grund wurden unabsehbare zeitliche und finanzielle Folgen allfälliger weiterer Untersuchungen und das geringe Interesse der Öffentlichkeit an einer Strafverfolgung genannt.

Sobald der Winter abgezogen ist, wird mit dem Bau der neuen Turnhalle im Riethüsli begonnen. (Bild: Stefan Beusch)

Sobald der Winter abgezogen ist, wird mit dem Bau der neuen Turnhalle im Riethüsli begonnen. (Bild: Stefan Beusch)

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