Turmspatz

Wildwest am Untersee Letzte Woche bin ich echt erschrocken. Da blies mir ein Sturmwind die neuen Turmhof-Blätter von Doris Hertner ins Nest. Keinen guten Faden lässt die Stifterin in ihrer Anklageschrift am Turmhof-Führungstrio Muggli, Fürer und Bänninger.

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Wildwest am Untersee

Letzte Woche bin ich echt erschrocken. Da blies mir ein Sturmwind die neuen Turmhof-Blätter von Doris Hertner ins Nest. Keinen guten Faden lässt die Stifterin in ihrer Anklageschrift am Turmhof-Führungstrio Muggli, Fürer und Bänninger. Für einen Spatzen wie mich ist diese Geschichte nicht einfach zu verstehen, schliesslich habe ich mein Rechtsempfinden von Karl May übernommen. Bei diesem Schriftsteller war ganz klar, wer die Guten und wer die Schurken waren.

Beim Turmhof-Streit ist das schwieriger. Jedermann möchte so edel wie Winnetou und so tapfer wie Old Shatterhand sein. Dabei ist es gut möglich, dass gewisse Akteure durchtrieben wie der Intschu-Tschuna-Mörder Santer oder der Shut sind. Vielleicht versucht aber auch ein Ölprinz, naive Anleger zu täuschen und auszunehmen. Möglicherweise haben wir es mit Burschen vom Schlage eines Sam Hawkens oder Hadschi Halef Omar zu tun, die mit ihrer kauzigen Art grosse Verwirrung stiften. Ein Ausweg aus dem Verwirrspiel ist nicht abzusehen.

Frau Turmspatz reisst mich aus meinen trüben Gedanken. Ich soll doch bitte mitkommen, zwitschert sie. So fliegen wir hinunter zum Schulhaus und beobachten, wie Schüler und Lehrer mit Solarzellen und Lampen experimentieren. Wunderbar, denke ich erleichtert, die junge Generation tut alles, damit den Streithähnen ein Licht aufgeht!

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