Tschanen konzentriert sich auf Müllheim

Rund fünf Millionen Franken investiert die Müllheimer Tschanen-Gruppe in den zukünftigen Werkhof «Falewis». Gestern waren die hundert Mitarbeiter des Bauunternehmens sowie Architekten und Lokalpolitiker beim Baubeginn zugegen.

Andreas Taverner
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Mitarbeiter der Tschanen-Gruppe beim gestrigen Baustart. (Bild: Andreas Taverner)

Mitarbeiter der Tschanen-Gruppe beim gestrigen Baustart. (Bild: Andreas Taverner)

MÜLLHEIM. Von einer Zangengeburt sprach der ehemalige Müllheimer Gemeindeammann Jakob Turnheer. Auf der Baustelle des Werkhof-Neubaus waren Baumaschinen bereits daran, die Baugrube auszuheben.

Kompliziertes Bundesamt

Bauherr Mathias Tschanen, Geschäftsführer und Inhaber der Tschanen-Gruppe, erinnerte sich kurz zurück: «Mit der Bürgergemeinde und dem Müllheimer Gemeinderat waren wir schnell einig. Aber für das Astra, das Bundesamt für Strassen, musste mancher Stein bewegt werden.» Anfang November 2015 wurde nun aber die Baubewilligung erteilt. Der zuständige Architekt Konrad Häberlin aus Müllheim staunte, wie sehr sich die Arbeiter mit der Firma und «ihrer» Baustelle identifizieren. Bezüglich Astra meine er: «Das ist eine komplizierte Behörde mit wenig Praktikern.» Häberlin sagt, er hoffe, dass der neue Werkhof 30 Jahre oder länger Bestand habe.

Büro und zwei Lagerhallen

Der Neubau wird aus drei Gebäuden bestehen. Ein dreigeschossiges Bürogebäude ist geplant, dazu ein beheizbares, 60 Meter langes Lager mit Werkstatt sowie eine offene, 50 Meter lange Lagerhalle. Im Neubau werden die hundert Mitarbeiter der Tschanen-Gruppe zusammengeführt, von der Administration bis zum Bauarbeiter. Das Unternehmen investiert dafür fünf Millionen Franken. Ende 2016 soll der Bau fertig sein.

Der Werkhof Weiningen wird geschlossen. Es findet eine Konzentration auf den neuen Standort in Müllheim statt. Das sei ökologisch und auch ökonomisch sinnvoll. Denn durch die Nähe zur Autobahn würden die Transportwege kürzer. Man sei in wenigen Minuten im Einzugsgebiet von Kreuzlingen, Weinfelden oder Frauenfeld.