Trotz viel Schnee gut gestartet

Seit einem Monat wird das neue Stadtbuskonzept umgesetzt. Der Start sei geglückt, auch wenn einige Punkte noch optimiert werden müssten, sagt Stadtbuschef Urs Ambühl. Reaktionen bei Passagieren lösten vor allem die Umstellungen auf der Linie 5 aus.

Markus Zahnd
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Urs Ambühl Leiter Stadtbusverwaltung Frauenfeld (Bild: Reto Martin)

Urs Ambühl Leiter Stadtbusverwaltung Frauenfeld (Bild: Reto Martin)

Herr Ambühl, seit einem Monat fahren die Stadtbusse gemäss neuem Konzept. Ist der Start geglückt?

Urs Ambühl: Ja. Es gibt aber schon noch einige wenige Punkte, die wir beobachten und optimieren müssen. Grundsätzlich funktioniert es aber, es gibt nichts, das wir sofort ändern müssten.

Welches sind die bis jetzt erkannten Schwierigkeiten?

Ambühl: Einige Abend- und Sonntagskurse sind zeitlich knapp. Zudem müssen sich die Chauffeure bei einigen Linien an die neuen Strecken gewöhnen, um die optimale Fahrzeit zu erhalten.

Ganz neu präsentiert sich zum Beispiel die Situation bei der Linie 1 rund um den Spital.

Ambühl: Es ist positiv, dass die Haltestelle nun beim Eingang ist. Eigentlich sollten dort ja keine Fahrzeuge kreuzen. Aber bei Verspätungen kann das vorkommen. Dann müssen die Chauffeure miteinander kommunizieren. Das Ganze spielt sich ein.

Neu ist auch die Haltestelle in Messenriet auf dem Gebiet der Gemeinde Gachnang. Wie kommt das Angebot an?

Ambühl: Der Bus kommt an, er wird vor allem auch von Schülern genutzt. Noch ist es aber zu früh, um Zahlen zu nennen.

Auf der Linie 1 und 2 verkehren zusätzliche Busse. Sind die Busse nun wieder pünktlich?

Ambühl: Ja, diese kehren nun meist pünktlich zum Bahnhof zurück. Die Massnahme hat also die erhoffte Wirkung gezeigt.

Und wie steht es mit der Pünktlichkeit bei den anderen Linien?

Ambühl: Gerade am Abend zwischen 17 und 18 Uhr haben vor allem der Flurhof- und der Oberwiesen-Bus manchmal Mühe, den Fahrplan einzuhalten. Das betrifft aber nur die Spitzenzeiten. Im Normalfall sind auch diese Busse pünktlich. Weil aber die anderen Linien mehr Reserven haben, können die Busse am Bahnhof auch mal ein wenig warten, so dass das Umsteigen möglich sein sollte.

Haben Sie auch von Passagieren bereits Rückmeldungen erhalten?

Ambühl: Ja, aber nur ganz wenige. Die meisten betreffen – nicht ganz überraschend – die Linie 5, weil es dort doch einige Änderungen gab.

Was machen Sie mit solchen Reaktionen?

Ambühl: Wir sammeln die Reaktionen und versuchen, die Anregungen aufzunehmen. Eventuell können wir dann bei der nächsten Fahrplanänderung leichte Anpassungen am Betrieb vornehmen.

Weshalb sind die Abfahrtszeiten der Stadtbusse nicht mehr auf der Anzeigetafel oberhalb der Treppe am Bahnhof aufgeführt?

Ambühl: Wir konnten nicht mehr alle Busse auflisten, zudem wurden dort im Gegensatz zu den Tafeln beim Busperron keine Echtzeiten angezeigt. Die Neuprogrammierung wäre zu aufwendig gewesen. Die Tafel oberhalb der Treppe wird in diesem Jahr ohnehin durch dynamische Bildschirme ersetzt, dann sind die Abfahrtszeiten der Busse wieder drauf.

Zwischen Weihnachten und Neujahr fiel eine Menge Schnee. War das für den Stadtbus ein Problem?

Ambühl: Solche Schneemengen sind für den Stadtbus immer schwierig. Da kann es trotz der grossen Anstrengungen des Werkhofs zu Verspätungen kommen. Die Linie in den Plättli-Zoo konnten wir an einem Abend gar nicht mehr fahren. Denn wir hatten den Chauffeuren die Weisung erteilt, dass sie nicht fahren sollen, wenn sie die Sicherheit nicht mehr gewährleisten können.