Trotz Via Sicura kein Rückgang der Raserdelikte

ST. GALLEN. Im Kanton St. Gallen hat die Staatsanwaltschaft 2014 gegen 26 Temposünder ein Verfahren eröffnet. Einer von ihnen steht heute vor Kreisgericht St. Gallen. Der Mann raste im Mai 2014 ausserorts mit 169 km/h von Gossau nach Niederwil.

Drucken
Teilen

ST. GALLEN. Im Kanton St. Gallen hat die Staatsanwaltschaft 2014 gegen 26 Temposünder ein Verfahren eröffnet. Einer von ihnen steht heute vor Kreisgericht St. Gallen. Der Mann raste im Mai 2014 ausserorts mit 169 km/h von Gossau nach Niederwil. Temposünder werden in der Schweiz seit Anfang 2013 härter bestraft. Die neue Rasergesetzgebung gilt unter anderem für Lenker, die in Tempo-30-Zonen über 70 Stundenkilometer fahren oder innerorts mit über 100 km/h, ausserorts mit über 140 km/h und auf der Autobahn mit über 200 km/h unterwegs sind. Diese Raser müssen mit einer Freiheitsstrafe von einem bis vier Jahren, einem Fahrausweisentzug von zwei Jahren oder länger sowie der Beschlagnahmung des Fahrzeugs rechnen.

Im Kanton St. Gallen sei seit der Einführung der Via-Sicura-Richtlinien kein Rückgang der Raserdelikte festgestellt worden, sagte Andreas Baumann, Mediensprecher der St. Galler Staatsanwaltschaft. Den typischen Raser gebe es nicht. Unter den Temposündern befänden sich Frauen wie Männer, Schweizer wie Ausländer, Junglenker wie langjährige Autofahrer. Es sind aber nicht nur Autofahrer, die über die St. Galler Strassen rasen, auch Töfffahrer gehen der Polizei immer wieder ins Netz. Erlaubt gewesen wären 60 km/h. Spitzenreiter ist wohl ein 50jähriger Töfffahrer. Der Mann wurde ausserorts bei Gossau mit seinem Motorrad mit Tempo 185 erwischt. (sda)

Aktuelle Nachrichten