«Trotz Regen tolle Filme gezeigt»

Nachgefragt

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Beat Linsbauer war heuer zum sechsten Mal im Organisationskomitee des Open-Air-Kinos Frauenfeld, das vergangene Woche im Innenhof des Staatsarchivs stattfand.

Hat das schlechte Wetter die Kinobesucher ferngehalten?

Linsbauer: Ich nehme es an. Wir hatten an einigen Abenden wenige Gäste. Wir können aber nicht sagen, ob es nur das Wetter war . Ich denke aber, dieses hatte den grössten Einfluss – und nicht etwa die Filmauswahl oder alternative Unterhaltungsmöglichkeiten.

Gab es finanziell ein Defizit? Wie wird dieses gedeckt?

Die Rechnung ist noch nicht definitiv abgeschlossen. Der Lotteriefonds des Kantons Thurgau gibt uns jeweils eine Defizitgarantie. Diese haben wir noch nie in Anspruch nehmen müssen, doch dieses Jahr brauchen wir sie vielleicht, weil es viel weniger Besucher hatte als sonst üblich.

Wurden Ihre Erwartungen erfüllt?

Ja. Ausser dem schlechten Wetter gab es nur positives Echo der Besucher. Einige bedankten sich für die Organisation, die ich nächstes Jahr auch gerne wieder übernehmen würde. Auch beim Aufbau und an den Abenden ist alles gut gelaufen.

Wer traf die Filmauswahl? Die Filme wählte eine Kollegin aus dem Organisationskomitee mit mir aus. Wir sahen uns über das Jahr verteilt Filme an und merkten uns diejenigen, die wir für das Open-Air-Kino in Erwägung zogen.

Worauf achteten Sie bei der Auswahl?

Wir wollen jeweils eine gute Mischung aus den verschiedenen Genres präsentieren. Aber auch bezüglich der Sprachen stehen wir mit unserem Programm für Diversität. Da wir die Filme in Originalsprache zeigten, sollten es nicht nur englische und deutsche Filme sein. Auch auf Kritiken oder Empfehlungen von Freunden nehmen wir Rücksicht. Wir wollten, dass für jeden etwas dabei ist. Dadurch, dass wir nicht in Kino-Format zeigen, müssen wir Blu-Rays kaufen. Das bedeutet, dass wir Filme wählen müssen, die bereits im Verkauf sind.

Welcher Film hat Ihnen am besten gefallen?

Mein Favorit war der griechische Film «Worlds Apart». Ich fand den Film sehr stimmig. Er verwebt drei Geschichten. Es geht um Integration, Liebe und die verschiedenen Lebensabschnitte der Leute. Er ist gut gemacht, alles fügt sich am Schluss schön zusammen. (dew)