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«Tres Amigos» ist zu, «US-Mex» bleibt

FRAUENFELD. Bis kurz vor Weihnachten hatte Frauenfeld gleich mehrere Restaurants mit mexikanischer Küche. Während das «Tres Amigos» den Standort inzwischen aufgegeben hat, läuft das «US-Mex» gut. Dort würde man sich aber über mehr Konkurrenz in der Stadt freuen.
Katharina Brenner
Markus Ritzinger im Salón seines Restaurants US-Mex in Frauenfeld. (Bild: Donato Caspari)

Markus Ritzinger im Salón seines Restaurants US-Mex in Frauenfeld. (Bild: Donato Caspari)

Dunkle Holzstühle stehen an dunklen Holztischen, darüber hängen Lampen in unterschiedlichen Formen. Die Atmosphäre im US-Mex, das in Frauenfeld an der Murg liegt, ist rustikal. Der Name ist Programm: Das Essen ist amerikanisch und mexikanisch. Wobei – neben dem Restaurant steht noch bis 20. Februar die Fonduestube Stuvai, eine Holzhütte mit rot-weiss karierten Vorhängen in den Fenstern. Im Sommer bietet die Terrasse Platz für 150 Personen. Im vergangenen Jahr hat das «US-Mex» seine Räume um den Salón, eine Café-Bar, erweitert. «Es läuft gut», sagt Markus Ritzinger, der Geschäftsführer von 2B Family, dem Unternehmen, zu dem das «US-Mex» gehört.

Gründe für die Schliessung

Das hatte der direkte Konkurrent, das «Tres Amigos», zu spüren bekommen. Das mexikanische Restaurant, das zur Dine and Drink GmbH gehört, hat seine Niederlassung in Frauenfeld kurz vor Weihnachten aufgelöst. Als Gründe nannte der Regionalleiter West, Mirco Held, in einem TZ-Interview die Beliebtheit Deutschlands für den Ausgang, die «nicht ideale» Lage in Frauenfeld und die Konkurrenz durch das «US-Mex». Das habe dazu geführt, den Mietvertrag nicht zu verlängern. Jetzt bieten in Frauenfeld noch der «Schweizerhof» und das «US–Mex» mexikanische Küche an.

Markus Ritzinger, der seit 1998 bei 2B Family arbeitet, sagt, er bedaure die Schliessung des «Tres Amigos». Seiner Meinung nach belebt Konkurrenz das Geschäft. Für ihn heisst das: Man isst in einem Restaurant und trinkt im Lokal nebenan noch ein Bier. Dass es die direkte Konkurrenz in Frauenfeld jetzt nicht mehr gibt, wird laut Ritzinger jedoch keinen negativen Einfluss auf sein Geschäft haben.

Seit 1996 gibt es in Weinfelden ein «US-Mex», seit 2001 in St. Gallen und seit 2003 ist 2B Family in Frauenfeld tätig. Erst mit der «Pianobar» und dem «Schlosskeller», seit 2011 mit dem «US-Mex», das heute etwa 15 Mitarbeiter hat. Die Lage in Frauenfeld nennt Ritzinger «optimal». «Wir sind im Stadtzentrum und in der Mitte des Ausgangszentrums.»

Das könnte laut aber Ritzinger breiter aufgestellt sein. Frauenfeld brauche mehr Restaurants und Bars – und zwar in Gehdistanz. Das Auto könne man dann abstellen und unterschiedliche Lokale zu Fuss erreichen. «Für eine Stadt mit 25 000 Einwohnern hat Frauenfeld ein zu schmales gastronomisches Angebot und dadurch eine geringe Ausstrahlung», sagt er. Wer in Matzingen wohnt und nach Frauenfeld in den Ausgang will, überlege sich zweimal, ob es sich lohnt, ins Auto zu steigen.

Gastronomie ist «Knochenjob»

Der Präsident von Gastro Frauenfeld Untersee Rhein, Hans Oertle, sagt, er glaube eher weniger, dass in den nächsten Jahren Restaurants in Frauenfeld eröffnen. Die Gastronomie sei ein Knochenjob. Wenn viele Alteingesessene in den kommenden Jahren altershalber aufgeben, werde man kaum Nachwuchs finden. Und die meisten Jungen könnten es sich nicht leisten, ein Restaurant zu eröffnen. Ausserdem seien Eventhallen und Kiosk-Wirtschaften eine grosse Konkurrenz. «Wer in der Gastronomie erfolgreich sein will, braucht ein gutes Konzept und viel Durchhaltevermögen», sagt Oertle, der das Restaurant Freudenberg ob Stettfurt führt.

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