Treppe im winterlichen Niemandsland

Wenn Schnee auf die Treppe fällt, die vom Staatsarchiv hinunter aufs Mätteli führt, fühlt sich niemand für die Räumung verantwortlich. Wie die letzten Jahre schon machen oben und unten Schilder auf die schneeräumungsfreie Zone aufmerksam.

Stefan Hilzinger
Drucken
Teilen

Wenn Schnee auf die Treppe fällt, die vom Staatsarchiv hinunter aufs Mätteli führt, fühlt sich niemand für die Räumung verantwortlich. Wie die letzten Jahre schon machen oben und unten Schilder auf die schneeräumungsfreie Zone aufmerksam. Weder Stadt noch Staat wollen sich des Schnees auf den Stufen annehmen. Die Freitreppe liegt quasi im winterdienstlichen Niemandsland.

Betreten auf eigene Gefahr! Wer hinfällt, ist selbst schuld. Hätte er oder sie doch den gepfadeten Umweg genommen. Aber warum soll die Treppe auch geräumt werden? Geht ja kaum jemand rauf oder runter, schliesslich gibt es auf der Terrasse ja auch keinen Biergarten, wie ihn die Stadt einst ins Auge gefasst hatte.

Zugegeben, die Schlussfolgerung hinkt etwa so wie jemand, der die vereisten Stufen hinuntergestürzt ist. Aber gäbe es oben auf der wunderschönen Terrasse beispielsweise wenigstens winters einen Biergarten – was angesichts der saisonbedingten Glühweinschwemme eine echte Bereicherung darstellte – wäre die Treppe rasch geräumt. Schliesslich will niemand sein Bier «on the Rocks» geniessen, selbst im Winter nicht.

Aktuelle Nachrichten