Trendwende beim langjährigen Schülerrückgang

Bildung Die Thurgauer Schulgemeinden stehen finanziell weiterhin gut da, teilt das kantonale Amt für Volksschulen mit. Das Eigenkapital wurde 2015 um 27 Millionen Franken ausgebaut. Zudem ermöglichte die anhaltend steigende Steuerkraft weitere Senkungen des Gesamtsteuerfusses.

Merken
Drucken
Teilen

Bildung Die Thurgauer Schulgemeinden stehen finanziell weiterhin gut da, teilt das kantonale Amt für Volksschulen mit. Das Eigenkapital wurde 2015 um 27 Millionen Franken ausgebaut. Zudem ermöglichte die anhaltend steigende Steuerkraft weitere Senkungen des Gesamtsteuerfusses. Das ist der soeben erschienenen Broschüre «Schulfinanzen 2015» zu entnehmen. Ausserdem haben sich die Schülerzahlen 2015 im Vergleich zum Vorjahr erhöht, es ist der erste Zuwachs seit 18 Jahren. Die Zahl der Schüler dürfte in den kommenden Jahren weiter ansteigen.

Für die Thurgauer Schulgemeinden war finanziell auch 2015 ein gutes Jahr. Wie aus der Broschüre hervorgeht, konnte das Eigenkapital um 27 Millionen Franken ausgebaut werden. Damit erreichte der Bestand an Eigenmitteln erstmals 50 Prozent der Steuerkraft. Diese Entwicklung ist in erster Linie auf die anhaltend steigende Steuerkraft zurückzuführen. So hat sich das Eigenkapital in den vergangenen zehn Jahren trotz Steuerfusssenkungen um über 100 Prozent erhöht, die Steuerkraft ist in der gleichen Zeitspanne um 42 Prozent gestiegen.

Jede dritte Gemeinde konnte den Gesamtsteuerfuss um durchschnittlich 2,4 Prozent senken. Trotz Steuerfusssenkungen und 73 Millionen Franken Bruttoinvestitionen – diese haben sich somit im Vergleich zum Vorjahr um knapp 70 Prozent erhöht – konnte die Bruttoverschuldung auf tiefem Niveau gehalten werden und verzeichnete lediglich einen Anstieg um 0,9 Prozent. Die Nettoverschuldung hingegen ging dank der guten Finanzlage zurück.

Mehr Schülerinnen und Schüler auf der Primarstufe

Die Zahl der Schülerinnen und Schüler hat sich im Gegensatz zum Vorjahr um 0,3 Prozent erhöht; total besuchten 28 735 Kinder und Jugendliche die Regelschule im Kanton Thurgau. Somit konnte erstmals seit 18 Jahren wieder ein Zuwachs verzeichnet werden. Lediglich auf der Sekundarstufe gingen die Schülerzahlen weiterhin zurück. Gemäss aktuellen Prognosen soll die Schülerzahl bis 2019 auf 29 500 ansteigen; dies würde im Vergleich zu 2015 einen Anstieg um 2,8 Prozent bedeuten.

Das Bundesamt für Statistik rechnet im Referenzszenario bis ins Jahr 2024 gar mit einem Anstieg um 19 Prozent im Vergleich zu 2015. Das wäre schweizweit das grösste Wachstum. Der Höchststand von 34 800 Schülerinnen und Schüler aus dem Jahr 1997 dürfte damit aber noch nicht erreicht werden. (red.)

Weitere Details in der Broschüre «Schulfinanzen 2015». Download: av.tg.ch