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TRENDMESSE: Modeschau und mehr

Heute öffnen sich die Tore der Olma-Hallen für die diesjährige Offa. Bereits gestern wurde sie mit einer farbenfrohen Feier offiziell eröffnet.
Arcangelo Balsamo

Auch in diesem Jahr gab es zum Abschluss der Eröffnungsfeier der Offa einen kurzen Ausschnitt der Modeschau zu sehen. Ab heute kommen Besucher in den Genuss der gesamten Show, und dies viermal täglich. Der Anlass bot aber auch sonst reichlich Unterhaltung, nachdem Stadtpräsident und Präsident der Olma Messen St. Gallen, Thomas Scheitlin, die Offa offiziell eröffnete.

Neben den Modetrends für den Frühling und den Sommer erwarten die Besucher während den fünf Messetagen bis Sonntag 524 Aussteller und über 20 Sonderschauen. Eine davon ist das Dunkelzelt von Obvita, der Organisation des Ostschweizerischen Blindenfürsorgevereins. In diesem Zelt werden Sehende der Dunkelheit ausgesetzt und von Blinden oder Sehbehinderten geführt. Einer von ihnen ist Virgil Desax, der gestern mit der ebenfalls blinden Radiojournalistin und Schriftstellerin Yvonn Scherrer eine Diskussion führte. In dieser gingen die beiden auf Fragen ein, die sie häufig gestellt bekommen, wie etwa: «Wie lebt es sich ohne Spiegel?» Scherrer sagte, dass ein Spiegel für sie einfach nur eine glatte Oberfläche sei. Dieser könne rechteckig oder oval sein und hänge einfach nur da. Sie sagte zudem, dass sie ab und zu vor den Spiegel stehe und ihn auslachen und ihm die Zunge rausstrecken würde. Eine weitere Frage, die sie aufgriffen, war: «Wie lange sind Sie schon blind?» Die Radiojournalistin sagte, dass sie im Alter von sieben Monaten erblindete. Grund war eine Operation. Hätte man diese nicht durchgeführt, wäre sie an einem Hirntumor erkrankt. «Die Operation hat mir mein Leben gerettet.» Auch bei Virgil Desax führte eine Operation dazu, dass er im Alter von 22 Jahren erblindete. Bei ihm war dies jedoch nicht geplant. Ein Chirurgiefehler führte dazu. Dennoch habe er keinen Groll gegen die Ärzte, denn er lebe mittlerweile wie früher und schätze nun das Leben mehr. Er hob hervor, dass es heutzutage dank der modernen Technik viele Möglichkeiten gebe, auch als Blinder ein normales Leben zu führen. Einmal sei er sogar zu Fuss von Weinfelden an den Rheinfall gegangen, lediglich mit Blindenstock und Handy. Auch in diesem Punkt unterscheiden sich die beiden. «Alleine bis zum Rheinfall gehen. Das wäre ein Albtraum für mich», sagte Yvonn Scherrer. Es sei für sie etwas vom Schönsten mit ihrem Blindenhund als eingespieltes Team, durch den Bahnhof zu schweben. Nicolo Paganini, Direktor Olma Messen St. Gallen, zeigte sich beeindruckt und äusserte den Wunsch, dass während der Messetagen viele das Dunkelzelt ebenso verlassen werden.

Arcangelo Balsamo

arcangelo.balsamo@tagblatt.ch

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