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TREFFSICHER: Frauenfeld - das Dart-Mekka der Schweiz

An der Schweizer Mannschaftsmeisterschaft im Electronic-Dart haben rund 800 Spieler teilgenommen. Dabei haben sie nicht nur Treffsicherheit bewiesen, sondern auch Stärke im Kopfrechnen.
Viola Stäheli
Die Scheibe bleibt fest im Blick: Die Konzentration ist in der Rüegerholzhalle förmlich zu spüren. (Bild: Andrea Stalder)

Die Scheibe bleibt fest im Blick: Die Konzentration ist in der Rüegerholzhalle förmlich zu spüren. (Bild: Andrea Stalder)

Viola Stäheli

frauenfeld

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thurgauerzeitung.ch

«Ich verstehe das Dartspiel überhaupt nicht», sagt Elfi Meier aus Frauenfeld und lacht. «Das fasziniert mich.» Sie ist eine der Zuschauerinnen, die am Sonntag die Teilnehmer der Schweizer Mannschaftsmeisterschaft im Electronic-Dart in der Rüegerholzhalle beobachtet. Seit Freitagabend werden treffsicher Pfeile in den Scheiben der 92 Automaten versenkt. «Die meisten Besucher hatten wir am Freitag und Samstag, die Halle war gut gefüllt», sagt Enrico Tocci, Präsident von Dart-Events-Frauenfeld. Gemeinsam mit dem Verband zur Förderung der Compactsportarten (VFC) hat Tocci und sein Team die dritte Schweizermeisterschaft in Frauenfeld organisiert. Die meisten Teilnehmer hatten nur einen kurzen Anreiseweg: In der Szene ist die Ostschweiz bekannt für die vielen Dartspieler. «Das hat sich deshalb so entwickelt, weil der erste Dartautomat in Romanshon stand. Daraus entstand der VFC, und viele Thurgauer haben sich für den Sport begeistert», erklärt Tocci. Frauenfeld hätte somit durchaus Potenzial sich zu einem regelrechten Dart-Mekka zu entwickeln.

Keine Schiedsrichter, selbst bei 800 Spielern

An der Schweizer Mannschaftsmeisterschaft treten die Spieler in Teams von vier bis sechs Personen in drei Stärkeklassen gegeneinander an. Jede Mannschaft spielt gegen jede insgesamt sechs Spiele. «108 Teams haben sich in diesem Jahr insgesamt angemeldet», sagt Tocci. Nebst den Mannschaftsspielen gab es auch einen Einzelwettbewerb, an dem Gäste aus Deutschland und Österreich teilgenommen haben. Mit rund 800 Spielern war die Rüegerholzhalle am Wochenende gut besucht. Trotz der vielen Spieler ist kein Schiedsrichter in der Halle – die Dartspieler selbst kontrollieren ihr Spiel.

Tocci freut sich über die zunehmende Bekanntschaft des Sports. Er ist selbst passionierter Dartspieler. «Ich schätze die Konzentration und den Teamgeist, die es zum Erfolg braucht.» Man könne beim Dartspielen vom Alltag abschalten – beim Zielen auf die Scheibe gebe es keinen Platz für andere Gedanken.

Vor allem die notwendige Konzentration unterscheidet den Zeitvertrieb an einer Dartscheibe am Abend in einer Bar von der Ausübung des Dartspiels als Sport. Die Spieler müssen aber nicht nur ihre mentale Stärke trainieren, sondern auch ihre Bewegungen automatisieren. Dazu ist noch eine weitere Stärke von Vorteil: Kopfrechnen. Obwohl die elektronischen Automaten beim Zählen helfen, sind Zahlen die ständigen Begleiter der Dartspieler.

In der Schweiz gibt es bisher keinen Profisportler, der seinen Lebensunterhalt nur mit Dartspielen bestreitet. Das grosse Problem sind die Vorurteile gegenüber dem Dartspiel: Eine Barsportart, bei der immer viel Alkohol fliesst. «Wir alle wollen dieses Bild ändern», sagt Tocci. Umso erfreulicher sind die vielen Besucher, die am Wochenende den Weg in die Rüegerholzhalle gefunden haben. Viele von ihnen sind mit einem teilnehmenden Spieler verwandt oder befreundet. Immer mehr erscheinen aber auch Zuschauer, die vor allem am Sport interessiert sind. «Meist bleibt es dann nicht beim Zuschauen», sagt Tocci. Die Versuchung ist gross, das eigene Können mit den Dartpfeilen zu testen. Erst dann wird klar, wie viel Übung und Konzentration gebraucht wird, dass der Pfeil auch dort landet, wo er hin soll.

Ranglisten im Internet unter: www.darteventsfrauenfeld.ch

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