Traktor trifft Trompete

Im Beisein von Prominenz aus der ganzen Schweiz wurde am Wochenende das Kompetenzzentrum für Instrumentenbau am BBZ Beratungszentrum Arenenberg offiziell eröffnet.

Mario Tosato
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salenstein. Mit der Inbetriebnahme des Kompetenzzentrums für Instrumentenbau am Bildungs- und Beratungszentrum Arenenberg habe man die Tore für ein neues Berufsfeld geöffnet, erklärte BBZ-Direktor Otto Balsiger in seinem Grusswort.

Viele Gemeinsamkeiten

Obwohl vielfach festgestellt wurde, dass die Landwirtschaft und Instrumentenbau nicht zusammenpassen, habe man schnell viele Gemeinsamkeiten entdeckt. Zu ihnen gehöre das Handwerk, das eine tausendjährige Geschichte und eine grosse Kultur habe.

Damit könne man freudig feststellen «Traktor trifft Trompete», sagte Direktor Balsiger.

Steiniger Weg

An der Interessengemeinschaft Musikinstrumentenbauer (IG MIB), die für die Aus- und Weiterbildung zuständig ist, beteiligen sich die Vereinigung Schweizerischer Blasinstrumentenmacher, der Schweizerische Verband der Klavierbauer- und -stimmer, der Verband des Musikfachhandels Schweiz und die Schweizerische Gesellschaft der Orgelbaufirmen, erklärte Nationalrat und IGMIB-Präsident Theophil Pfister.

Der Weg zur Bildung eines Kompetenzzentrums sei nicht immer einfach gewesen. Die IGMIB sei vom Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT), dem Departement für Erziehung und Kultur (DEK) des Kantons Thurgau und dem BBZ sehr gut unterstützt worden.

Ausbildung von 40 Lehrlingen

Mit der offiziellen Eröffnung des Kompetenzzentrums habe man absichtlich ein Jahr gewartet, so hätten sich die beiden Berufsfelder gut einspielen können.

Zurzeit werden 40 Instrumentenbau-Lehrlinge in vier Lehrjahren in neunwöchigen Blockkursen auf dem Arenenberg ausgebildet Die Ausbildung der Lehrlinge soll auf 55 bis 60 erhöht werden.

Mit Kompetenzzentrum Instrumentenbau könne ein kleines Berufsfeld professionell gefördert werden, sagte BBT-Direktorin Ursula Renold.

Die letzte Berufsweltmeisterschaft hätten die irrige Meinung vieler Hochschulprofessoren widerlegt, dass das duale Berufsbildungssystem ein Auslaufmodell sei.

Vielfach würden Kirchen und Konzertsäle mit harmonischen Klavier- und Orgeltönen gefüllt. Dahinter stehe nicht nur das Können der Musiker, sondern auch jenes der Instrumentenbauer, sagte Regierungsrätin Monika Knill.

Die Anpassung der Infrastruktur am BBZ Arenenberg mit der Erweiterung der Bibliothek habe eine grosse Stange Geld gekostet. Sie sei stolz, dass für die Arbeitswelt das Optimum hätte herausgeholt werden können.

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