Träume werden wahr

Stars aus der Musikszene, Sport und der Medizin erzählten am Thurgauer Lehrlingstag, wie sie ihre Träume wahr machten. Dazu sei viel Arbeit nötig, sagte Uli Forte.

Mario Tosato
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FC-St. Gallen-Trainer Uli Forte (l.) und Moderator Reto Scherrer am Lehrlingstag. (Bild: Mario Tosato)

FC-St. Gallen-Trainer Uli Forte (l.) und Moderator Reto Scherrer am Lehrlingstag. (Bild: Mario Tosato)

weinfelden. Er erinnere sich noch, wie beim ersten Thurgauer Lehrlingstag rund 80 Lehrlinge vertreten waren, erklärte DRS-1- Moderator Reto Scherrer aus Weinfelden. Heute, sieben Jahre später, hätten sich 900 Menschen angemeldet. Doch nur 430 Teilnehmer konnten zugelassen werden. Zum Tagesthema «Lebe deinen Traum – aber geht das wirklich?», stellte Scherrer fest, dass das tatsächlich gehe.

Schon während seiner KV-Lehre im Hotel Thurgauerhof in Weinfelden habe er von einer Karriere als Moderator geträumt. Er habe beim Radio Spital in Frauenfeld die ersten Sporen abverdient und später zu Radio Top gewechselt. Heute arbeitet er bei DRS 1 und beim Schweizer Fernsehen und sei damit total happy. In ihrem Grusswort stellte Regierungsrätin Monika Knill fest, dass sie nie von einer Karriere als Regierungsrätin geträumt habe. Dennoch sei sie in ihrer Tätigkeit in der Thurgauer Regierung sehr glücklich.

Hart arbeiten

Als Jugendlicher habe er von einer Fussballkarriere geträumt, als Fussballer von einer Trainerkarriere, erzählte Uli Forte, Trainer des FC St. Gallen. Seiner Meinung nach genügt träumen alleine nicht. Um einen Traum zu realisieren, müsse man sehr hart arbeiten und das Ziel nie aus den Augen verlieren. Noch schwerer werde es, wenn eine ganze Mannschaft den Traum vom Ligaerhalt Wirklichkeit werden lassen wolle. Wenn aber alle am gleichen Strick ziehen, sei auch so etwas möglich.

Vom Bäcker zum Star

Oliver Jmfeld, Freund und Manager von DJ Bobo, erzählte aus den Anfängen von René Baumann, dem Bäcker, der mit Musik zum Superstar werden wollte. Der Weg zur Weltspitze sei dornig, hart und lang gewesen. Gleich zu Beginn habe sich ein finanzielles Fiasko eingestellt. Im Laufe der Karriere habe man diesen Schaden aber wieder beheben können.

Jmfeld berichtete, wie DJ Bobo mit Auftritten in Discos gestartet und später im Osten vor 350 000 Zuschauern aufgetreten sei. Jmfeld gab auch bekannt, wie sich DJ Bobo als «Star» positiv entwickelt habe.

Träume können platzen

Seven, der Soulsänger aus dem Aargau, ist in einer Musikerfamilie aufgewachsen. Bereits als Achtjähriger wurde er in der Band seines Bruders aufgenommen. Nach der abgeschlossenen Maturität sei der Weg als Vollzeitmusiker frei ge- wesen.

Bis jetzt habe er am Singen immer viel Freude gehabt und damit auch viel Freude verbreiten können. Mit seinem Album «Home» erreichte er Goldstatus und mit seinem fünften Album «Like a Rocket» schaffte es der 30-Jährige in den Albumcharts bis auf Platz 2. Der bekannte Sportmediziner Beat Villiger berichtete nicht nur über eigene Träume, sondern auch über jene der Sportler, die gelegentlich wegen schweren Verletzungen platzen. Damit entwickeln sich aber vielfach Träume, welche die Sportler wieder glücklich machen.