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Träume und die Polizei

Die Thurgauer Polizei hat diese Woche einen Papagei gerettet. Er stand im Gras und war verletzt. Genau genommen haben die Polizisten gedacht, er sei verletzt. Das Tier war aber nur erschöpft.
Ida Sandl

Die Thurgauer Polizei hat diese Woche einen Papagei gerettet. Er stand im Gras und war verletzt. Genau genommen haben die Polizisten gedacht, er sei verletzt. Das Tier war aber nur erschöpft. Doch woher soll die Kapo wissen, wie es einem exotischen Vogel geht? Wenn schon, dann musste sie bisher lediglich Enten und Schwäne über die Strasse eskortieren.

Mit den Straftaten geht es ja rasant abwärts, weil unsere Polizei so auf Zack ist (minus 20 Prozent bei den Einbrüchen im letzten Jahr). Da tut sich mit dem Tierschutz vielleicht sogar ein neues Geschäftsfeld auf.

Tiere ernten jedenfalls mehr Sympathiepunkte als Radarfallen. Mit Tieren ist man stets auf der sicheren Seite. Nein, es kommt jetzt nicht Matthias Gehring und seine Sennenhündin, die waren letzte Woche dran.

Es gibt noch andere Politiker im Thurgau, die Schlagzeilen machen. Anton Stäheli zum Beispiel. Stäheli war Gemeindepräsident von Tobel-Tägerschen, dann traten die vier Gemeinderäte zurück. Daraufhin warf auch Stäheli den Bettel hin. Dann ist er aber gleich wieder angetreten, und zwar für das Amt, von dem er zurückgetreten ist. Ein bisschen verwirrend.

Der Clou dabei – Anton Stäheli hat mit seiner Kandidatur den Wahlkampf angekurbelt. Kaum sagt er «Ich will jetzt doch wieder» schiessen die Kandidaten wie Pilze aus dem Boden. Alle wollen es werden, nur damit er es nicht wird. Vielleicht hat Stäheli das insgeheim geplant. Quasi als uneigennützigen Dienst für seine Gemeinde. «Servir et disparaître», einmal umgekehrt.

Dinge scheinen ja öfters ganz anders, als sie sind. Da hat in Sulgen ein Auto ein anderes gerammt. Ein Mann will beobachtet haben, dass darin Männer in Militäruniform sassen. Das Auto sei gestohlen gewesen. Die Militärpolizei hat den Vorfall natürlich sofort untersucht. «Das waren keine Soldaten», sagt ihr Sprecher, eventuell hätten die Männer im Auto uniformähnliche Kleider getragen.

Uniformähnliche Kleider, das ist schon möglich. Es gibt Leute, die wollen aussehen wie jemand anders, wie Barbie zum Beispiel oder Brad Pitt. Warum also nicht auch wie ein Soldat der besten Armee der Welt?

Auch sonst fragt man sich im Leben ja zuweilen, ob man träumt. Zum Beispiel das mit der BTS, die plötzlich das Doppelte, also 1,55 Milliarden, kosten soll. Das kann nicht sein. Oder doch? Nein, nein, alles nur geträumt.

ida.sandl@thurgauerzeitung.ch

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