Tote Schafe im Thurgau: Botulismusverdacht bestätigt

Es war Botulismus: In Laboruntersuchungen ist nachgewiesen worden, dass die 250 Milchschafe im thurgauischen Iselisberg tatsächlich an dieser Krankheit verendet sind. Es ist das erste Mal in der Schweiz, dass die Diagnose Botulismus bei Schafen einwandfrei bestätigt werden konnte.

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Erstmals ist in der Schweiz der Verdacht auf Botulismus bei Schafen bestätigt worden. (Bild: Donato Caspari)

Erstmals ist in der Schweiz der Verdacht auf Botulismus bei Schafen bestätigt worden. (Bild: Donato Caspari)

In der zweiten Junihälfte erkrankten und starben in Iselisberg über 250 Milchschafe. Die wichtigsten Symptome waren stark gestörtes Allgemeinbefinden, Lähmungen, Festliegen, Speicheln, Atemnot und Tod innerhalb von wenigen bis maximal 24 Stunden. Die Untersuchungen am Tierspital der Universität Zürich ergaben aufgrund der klinischen Befunde einen hochgradigen Verdacht auf Botulismus, obschon das Krankheitsbild nur bedingt mit demjenigen von Kühen mit Botulismus übereinstimmte. Das teilt die Thurgauer Staatskanzlei in einem Communiqué mit.

Zur weiteren Abklärung wurden gemäss der Mitteilung Panseninhalt und Organproben der gestorbenen Schafe in ein Speziallabor nach Göttingen geschickt, und es wurden umfangreiche Untersuchungen durchgeführt. Mittlerweile liegen die Ergebnisse vor: In gepoolten Leberproben von mehreren gestorbenen Schafen konnte Botulinustoxin nachgewiesen werden. "Es handelt sich dabei um den ersten derartigen Fall in der Schweiz, wo die klinische Verdachtsdiagnose Botulismus in einem Schafbestand mittels Laboruntersuchung einwandfrei bestätigt werden konnte", so die Staatskanzlei. (pd/red.)

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