Tomaten in allen Formen, Farben und Grössen

Maddy Gaupp ist nicht nur Künstlerin, sondern auch Gärtnerin. Besonders fasziniert ist sie von der Vielfalt der Paradiesäpfel.

Salome Preiswerk Guhl
Merken
Drucken
Teilen
Maddy Gaupp präsentiert einige der insgesamt 37 Tomatensorten, die sie in ihrem Garten anpflanzt. Bild: Salome Preiswerk Guhl

Maddy Gaupp präsentiert einige der insgesamt 37 Tomatensorten, die sie in ihrem Garten anpflanzt. Bild: Salome Preiswerk Guhl

«Das Tomaten-Fieber packte mich 2009», erinnert sich Maddy Gaupp. Damals suchte Max Bottini für sein TomARTen-Projekt zur Förderung der Artenvielfalt Adoptiveltern für die Aufzucht junger Tomatenpflanzen. Und die Homburgerin bekam «Goldy», «gelbe Dattelwein» und «gelbe Johannisbeere» zugelost.

Da hatte es Gaupp «den Ärmel reingezogen». Sie besuchte Märkte und Vorträge, studierte Samenkataloge und tauschte sich mit Freunden über Tomaten aus. Unterdessen pflegt sie 37 verschiedene Tomatensorten in ihrem Garten. Übersteigt die Ernte den Eigengebrauch, kommen Bekannte in den Genuss der bunten Vielfalt, manchmal reicht es auch für eine Kostprobe für Villigers Hofladen. Nebst gängigen Sorten wie «Ochsenherz» und «Berner Rose» stehen da auch «Black Beauty», «Green Zebra», «Schweizer Hose» und viele mehr. Vor allem von «Froschkönigs Goldkugel», einer goldgelben Fleischtomate, schwärmt Gaupp, «sie hat wenig Säure, ist mild und doch geschmackvoll und aromatisch». An jedem Spiralstecken hängt der Name der Sorte. In den vergangenen Jahren hat sie ihren Tomatenanbau laufend verbessert. Schon der Pflanzzeitpunkt sei entscheidend. Bevor die Jungpflanzen ins Tomatenhaus gesetzt werden, legt Gaupp in jedes Pflanzloch einen Brennnesseltrieb, «das ist der Grundnährstoff, danach gibt's nur noch Brennnesselgülle».

Gaupp beobachtet gerne Vorgänge von A bis Z. Sie führt eine Art Protokoll über ihre Tomaten, «vor allem über jene, die nicht so recht wollen». So weiss sie jetzt schon, dass die «kleine schwarze Krim», deren Haut meist schon an der Staude platzt, nächstes Jahr dem «Conquerer», einer Eiertomate, Platz machen wird. In der Hauptsaison erntet Maddy Gaupp gut und gerne alle zwei Tage vier bis fünf Kilo Tomaten. Ein «Ochsenherz» brachte auch schon 920 Gramm auf die Waage. Und für die Verarbeitung ist dann ihr Mann Hansjörg zuständig.