TÖTUNG: Fall Tägerwilen: Wegen Geldgier umgebracht?

Möglicherweise war Geldgier das Motiv für die Tötung in Tägerwilen am Pfingstsamstag. Der Tatverdächtige soll für das Opfer eine Risikoversicherung über eine hohe Summe abgeschlossen haben.

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Der Fundort der toten Frau wurde weiträumig abgesperrt. (Bild: Maya Mussilier)

Der Fundort der toten Frau wurde weiträumig abgesperrt. (Bild: Maya Mussilier)

TÄGERWILEN. Im Fall der getöteten 38-jährigen Konstanzerin, deren Leiche am Pfingstsonntag in Tägerwilen gefunden worden ist, kommen neue Details über den Tatverdächtigen ans Licht. Offenbar soll auch er ursprünglich aus Konstanz stammen, 59 Jahre alt sein, nach Teneriffa ausgewandert sein und eine Liason mit dem Opfer gehabt haben.

"20 Minuten" berichtet, dass möglicherweise Geldgier das Motiv für die Tat ist. Der 59-jährige Tatverdächtige soll das Opfer kurz vor dessen Tod zu einem Versicherungsberater gebracht haben. Bei einer deutschen Gesellschaft hat er demnach eine Risikoversicherung über eine hohe Summe auf die 38-jährige Physiotherapeutin abgeschlossen. Er begründete die Versicherung damit, dass die Frau viel reise und gefährlich lebe. Zudem liess er sich als Begünstigten in die Versicherung eintragen. Im Falle eines natürlichen Todes der Frau, wäre dem Tatverdächtigen die Schadenssumme ausbezahlt worden. Weil die 38-Jährige jedoch gewaltsam ums Leben kam, entfällt die Versicherungsleistung.

Der Tatverdächtige wurde vor zehn Tagen am Flughafen von Barcelona verhaftet und sitzt in Spanien in Haft. Die Thurgauer Staatsanwaltschaft will das mögliche Tatmotiv weder dementieren noch bestätigen. Pressesprecher Stefan Haffter verweist auf den Persönlichkeitsschutz und die Unschuldsvermutung. (red.)

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