TOD BEIM MOTOCROSS: Sein letzter Sprung

Am Sonntagnachmittag ereignete sich während eines Motocrossrennens ein tödlicher Unfall. Der 48-jährige Wängemer Armin Sprenger erlag seinen Verletzungen noch auf der Strecke.

Peter Exinger
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Armin Sprenger (48, †), Amateur-Motocrossfahrer. (Bild: Roger Uhr/pd)

Armin Sprenger (48, †), Amateur-Motocrossfahrer. (Bild: Roger Uhr/pd)

«Er ist ein Macher gewesen, ein guter Typ, der eine Sache gerne angerissen hat.» Das sagen auf Nachfrage mehrere Personen über Armin Sprenger. Der Wängemer ist am Sonntagnachmittag bei einem Motocrosslauf für Amateure in Beggingen SH tödlich verunfallt.

Wie die Kantonspolizei Schaffhausen meldet, war der 48-Jährige während eines Rennens verunfallt. «Es hat ihn bei einem Sprung völlig verworfen», sagt Herbert Hensch vom Cross Beggingen – der an der Strecke war, hörbar bewegt. Das anwesende Rettungsteam und ein Arzt hätten sofort versucht, ihn zu reanimieren, «aber da war gar nichts mehr zu machen – das waren üble, böse Augenblicke für uns alle».

Der Wängemer starb noch an der Unfallstelle an seinen Verletzungen – die Veranstaltung wurde «nach dem Unfall sofort abgebrochen», wie Roger Uhr, Zentralpräsident vom Schweizerischen Auto- und Motorradfahrer-Verband (SAM), sagt.
 

Er war OK-Präsident vom Motocross Wängi

Mehr als zehn Jahre fuhr Sprenger mit einer Lizenz des SAM. Zuletzt in der Kategorie Senioren, wie Fachjournalist Albert Büchi weiss: Eingestiegen sei Sprenger in den Amateursport zusammen mit seinen drei Neffen. Sprenger war OK-Präsident des traditionellen Motocross Wängi und amtete als Präsident der SAM-Sektion Lauchetal-Lommis. «Armin war ein unermüdlicher Arbeiter, der nicht lange redete, sondern Taten folgen liess», sagt Uhr.
 

Ein ganz dumm verlaufener Unfall

Sprenger war ein erfahrener und passionierter Motorrennsportler. Beim traditionellen Motocross in Beggingen soll es in den vergangenen 34 Jahren nie zu einem tödlichen Unfall gekommen sein. 3200 Zuschauer und 400 Fahrer bekamen das Drama live mit. Zum Glück war kein anderer Pilot in den tragischen Unfall verwickelt. «Es ist wirklich ganz dumm gelaufen», sagt OK-Beggingen-Mitglied Robin Dossenbach auf «Blick.ch».

«Armin Sprenger wird uns sehr fehlen – sei es im Rennpark, aber auch als engagierter Mensch, dem das Wohl der Menschen und der Motocrosssport am Herzen lagen», sagt SAM-Zentralpräsident Roger Uhr.

Die Unfallursache ist Gegenstand weiterer Ermittlungen durch die Schaffhauser Polizei und die Staatsanwaltschaft Schaffhausen, schreibt die zuständige Kapo im Nachbarkanton. Sie entbietet den Angehörigen des Unfallopfers in ihrer Unfallmeldung «ihr aufrichtiges Beileid».