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TOBEL: Transsilvanien im Hinterthurgau

Seit gestern probt die Theaterwerkstatt «Fahr.Werk.ö!» in der Komturei mit Jugendlichen. Freitag und Samstag führen sie das Stück «Ein Biss Dracula» auf.
Olaf Kühne
Die Komturei Tobel dient als Kulisse für die «Dracula»-Inszenierung der Zürcher Theaterwerkstatt «Fahr.Werk.ö!». (Bild: PD)

Die Komturei Tobel dient als Kulisse für die «Dracula»-Inszenierung der Zürcher Theaterwerkstatt «Fahr.Werk.ö!». (Bild: PD)

TOBEL. «In dieser Aufführung geht es nicht darum, gemeinsam eine Gruselgeschichte zu inszenieren», schreibt Theaterfrau Conni Stüssi in ihrer Einladung, «sondern sich von der phantastischen Stimmung der Komturei im Herbst inspirieren zu lassen und in mystische Gefilde einzutauchen.»

«Fahr.Werk.ö!» ist eine rollenden Theaterwerkstatt aus dem zürcherischen Affoltern am Albis. Die rund 20köpfige Crew zieht mit drei Traktoren und sechs Wagen durchs Land und inszeniert ihre Stücke mit Kindern und Jugendlichen vor besonderen Kulissen.

Seit gestern sind die Theatermacher in Tobel am Werk – nicht zum ersten Mal. Bereits im Sommer vergangenen Jahres spielte «Fahr.Werk.ö!» vor der einmaligen Kulisse der Komturei das Stück «Ich heisse Courtney, oder, der 177. Fall der CIA Angels».

Das Stück entsteht während der Proben

Nun also «Ein Biss Dracula». Das Stück sei inspiriert vom Grafen Dracula. Dieser verlasse sein Schloss in Transsilvanien, um sich in Europa eine neue Vampir-Existenz aufzubauen, beschreibt die Theatergruppe die Geschichte.

Vampire seien ja nicht grundsätzlich böse. Ihre Crux sei allerdings, dass sie nur mit menschlichem Blut existieren könnten. «In unserer Geschichte wird Graf Dracula in einem zeitgemässen Club auftauchen, in dem sich die angesagte Szene bewegt: rational, berechnend, ohne grosse Visionen: Märchen und Unerklärliches gibt es in ihrer Wahrnehmung nicht. Doch mit dem Auftauchen von Dracula wird alles anders. Wie?»

Das Stück folgt dabei nicht stur einem vorher festgelegten Skript. Vielmehr wächst die Handlung im Laufe der Proben anhand der Umgebung, wird also während dieser Woche an die Komturei Tobel adaptiert. Rollen und Figuren werden zudem von von den jungen Schauspielerinnen und Schauspielern laufend mitentworfen und ausgebaut.

Das Publikum wandert mit

Gemäss dem Konzept der Theatermacher wird das Publikum auch bei den beiden kommenden Aufführungen mit den Schauspielern durch die ganze Kulisse der Komturei mitwandern, von Szene zu Szene.

«Die Theaterräume sind trocken – aber zum Teil ungeheizt. Warme Kleidung empfiehlt sich», schreibt Conni Stüssi denn auch weiter – und: «Theater ist nicht nur Text; Theater kann auch Bewegung, Komik, Musik, Tanz beinhalten. Das Stück ist nicht vorgegeben – die Rollen und Figuren werden zusammen mit den Kindern und Jugendlichen entwickelt.»

«Ein Biss Dracula» – Vorstellungen: Freitag, 21. Oktober, 19 Uhr, und Samstag, 22. Oktober, 18 Uhr. Eintritt frei – Hutsammlung. Vor und nach den Aufführungen: Suppe, Grill und Glühwein

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