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TOBEL: «Sunnewies» setzt auf 2er-Zimmer

Das Alterszentrum hat eine neue Demenzstation. 16 Menschen kommen in der geschützten Wohngruppe unter. Am Wochenende wird sie eingeweiht.
Olaf Kühne
Kirchenpräsident Heini Stürm lässt sich von Architekt Markus Willi den neuen Demenzgarten zeigen. (Bild: Olaf Kühne)

Kirchenpräsident Heini Stürm lässt sich von Architekt Markus Willi den neuen Demenzgarten zeigen. (Bild: Olaf Kühne)

TOBEL. Der Garten ist noch ein Baustelle, doch im Inneren geht es bereits darum, wo welches Bild aufgehängt wird: Die neue Demenzstation des Tobler Alterszentrums Sunnewies ist fertig.

Just zwei Jahre nachdem die katholischen Kirchbürger den Bau bewilligten, ist die Bevölkerung am kommenden Wochenende zur Einweihungsfeier eingeladen. «Wir konnten das Budget und den Zeitplan einhalten», freut sich Markus Willi. Der Bronschhofer Architekt begleitet das «Sunnewies» seit Jahren. 2001 zeichnete er für den Umbau verantwortlich, 2007 für den Neubau für das betreute Wohnen.

Neueste Erkenntnisse eingeflossen

Nun also die geschützte Wohngruppe für Menschen mit Demenz. Auch für einen erfahrenen Architekten eine besondere Aufgabe. Gilt es doch, die laufend neuen Erkenntnisse über Demenzerkrankungen in den Bau einfliessen zu lassen. So setzt das Tobler Alterszentrum bewusst auf 2er-Zimmer – im Gegensatz zum Münchwiler Alterszentrum Tannzapfenland, dessen Demenzstation anfangs November mit Einerzimmern eingeweiht wird.

«Erfahrungen anderer Heime haben gezeigt, dass Menschen mit Demenz eher raus gehen, wenn sie in einem 2er-Zimmer untergebracht sind», erklärt Monika Wettstein, Leiterin Pflege und Betreuung, die Wahl der Zimmergrösse. «Zudem fühlen sie sich oftmals auch geborgener, wenn nachts jemand mit ihnen im Zimmer ist.»

Dafür, dass die Bewegung nicht zu kurz kommt, sorgt nicht zuletzt der neue Garten. Seine südliche Ausrichtung gibt dem neuen Trakt auch den Namen: «Sunnegarte». Für Architekt Willi ein Bijou: «Wir hatten hier einzigartige Möglichkeiten zur Gestaltung.» Eine Volière wird noch diese Woche errichtet, die bei Bewohnern und Besuchern gleichermassen beliebten Ziegen werden im kommenden Frühjahr zurückkehren.

Für zwei weitere Stockwerke ausgelegt

Ab kommender Woche werden die ersten zehn Bewohner die geschützte Wohngruppe beziehen, sechs Plätze sind derzeit noch zu haben. Für die Betreuung bildete Heimleiterin Heidi Bötschi ein neues, zehnköpfiges Team. Fachkräfte in diesem Bereich seien zwar Mangelware, sagt sie, die Besetzung der Stellen sei aber «erstaunlich ring» vonstatten gegangen.

So kann Kirchen- und Baukommissionspräsident Heini Stürm bald auf den erfolgreichen Abschluss seines voraussichtlich letzten Projektes blicken. Der Neubau ist zwar technisch darauf ausgelegt, um zwei Stockwerke erweitert zu werden – aber: «Darum wird sich wohl die nächste Generation kümmern», sagt Stürm.

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