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TOBEL: Ein vergessener Konflikt

Der sudanesische Bischof Macram Max Gassis besucht die Schweiz und erzählt vom Elend in seinem Land.

Gewalt, Hunger und Krieg sind im Sudan und im Südsudan an der Tagesordnung. Bischof Macram Max Gassis, der selbst aus dem Sudan ist, ist ein profunder Kenner der Lage vor Ort. Nun ist er zu Gast im Hinterthurgau, wo er Vorträge hält.

Die Situation im Sudan und im Südsudan ist dramatisch. Der sudanesische, römisch-katholische Bischof Macram Max Gassis weiss um die Lage und setzt sich vor Ort für die Ärmsten der Armen ein. Auch das Hilfswerk «Kirche in Not» unterstützte letztes Jahr ein sudanesisches Projekt im Umfang von einer halben ­Million Franken und ein süd­sudanesisches Projekt mit einer Million Franken. Nun lädt ­«Kirche in Not» zwischen dem 12. und 20. August Bischof Gassis in die Schweiz ein. Hier will er Pfarreien besuchen, Gottesdienste feiern und in Form von Vorträgen über die prekäre Lage im Sudan berichten.

Gassis besucht den Hinterthurgau

Morgen Mittwoch ist Bischof Gassis zu Besuch in Tobel, wo er um 10 Uhr in der Kapelle des Altersheims Sunnewies, einen Gottesdienst feiert. Anschliessend gibt es Gespräch und Begegnung in der Cafeteria.

Macram Max Gassis wurde 1938 in Khartum, Sudan, geboren. Er studierte in England und Italien Theologie und wurde 1964 im italienischen Verona zum Priester geweiht. Danach wirkte er im Sudan. Ende der 1980er-Jahre wurde er durch Papst Johannes Paul II. zum Bischof des Bistums El Obeid ernannt, das im muslimisch geprägten Sudan liegt und rund 20 Mal so gross wie die Schweiz ist. Rund 1,6 Prozent der Bewohner der Diözese El Obeid sind ­Katholiken.

Zum Bistum El Obeid gehören auch die Nuba-Berge, wo es immer wieder Konflikte gibt. Das Regime um Omar Hassan al-Baschir klagte Bischof Gassis an, nachdem er die Menschenrechtsverletzungen im Sudan öffentlich im Ausland anprangerte. Seither hält sich Gassis aus Sicherheitsgründen fast ausschliesslich ausserhalb des Sudan auf und informiert rund um den Globus Politiker, Journalisten und UN-Vertreter über die dramatische Situation im Sudan. Immer wieder stellt er von neuem fest: «Niemand interessiert sich wirklich für den Sudan, weil wir nichts zu geben haben. Aber wir haben Menschen, wir haben wundervolle Menschen.»

Aufmerksamkeit auf die Notlage lenken

Der Südsudan erlangte seine Unabhängigkeit vom Sudan 2011. Schon zwei Jahre später brach ein Konflikt zwischen den Regierungstruppen und den Rebellen aus. Seither gab es immer wieder Meldungen über ethnische Vertreibung, Menschenrechtsverletzung und Kriegsverbrechen. Nun möchte Bischof Gassis über die schwierige Situation der Menschen im Sudan und im Südsudan und über die Hilfe der Kirche vor Ort berichten. (red)

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