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TOBEL: Ein sozialer Zahlenmensch

Heini Stürm hat sein Amt als Kirchen- und Heimkommissionspräsident nach 26-jähriger Tätigkeit an seinen Nachfolger Norbert Weber übergeben.

Norbert Weber leitet zusammen mit seinem Bruder die Weber Säge- und Hobelwerk AG. Für ihn ist das Amt des Präsidenten denn auch eine neue Herausforderung. «Nebst der Leitung der Kirchenvorsteherschaft werde ich auch die Leitung des Alterszentrums Sunnewies übernehmen.»

In der Rolle eines Verwaltungsratspräsidenten wird er das Heim beaufsichtigen und strategische Entscheide fällen. «Das Sunnewies ist für mich eine sehr wichtige Institution», betont Weber. Schon in jungen Jahren kam er durch die Geschwister seines Grossvaters mit dem Sunnewies in Berührung. «Ich bin ein Zahlenmensch, möchte mich zudem sozial engagieren, daher ist dieses Amt das richtige für mich.»

Da er als Kind in der Jungwacht war und sich schlussendlich als Scharleiter betätigt hatte, hat er seit seiner Kindheit eine Beziehung zur Kirche. Er befürwortet, dass die katholische Kirchgemeinde Tobel dieses Heim weiterhin besitzt. Einen grossen Vorteil sieht er darin, dass die Kirche als Besitzerin nicht gewinnorientiert arbeitet und somit auch keine Dividenden auszahlen muss.

Der Glaube ist eine persönliche Entscheidung

Die Kirche ist für ihn eine wichtige Institution, da sie sich insbesondere für ältere und betagte Menschen einsetzt. Dass ein Grossteil der Kirchbürger familiäre Feste wie Taufe, Erstkommunion, Firmung und Hochzeit in der Kirche feiert, zeigt ihm auf, dass die Kirche nicht so unwichtig ist, wie es oft auf den ersten Blick aussieht. Klar ist für ihn jedoch, dass der Glaube eine persönliche Entscheidung ist. «Ob jemand glaubt oder nicht, muss jeder für sich selbst entscheiden.» Für das neue Doppelamt möchte sich Weber nun voll einsetzen. «Mein Engagement soll auch den kirchlichen Vereinen zu Gute kommen.» Für das Sunnewies strebt er ein moderates Wachstum an. «Wer sich nicht mehr weiterentwickelt, bleibt stehen oder stirbt sogar», sagt er.

Den Kirchbürgern möchte er aufzeigen, dass sie die Steuern für etwas Wichtiges bezahlen. Damit er die Aufgabenvielfalt erledigen kann, hat er sich einen halben Tag pro Woche vom Geschäft frei gemacht. Den Rest wird er an den freien Tagen erledigen. Weber sieht sich aber ganz und gar nicht als Alleinkämpfer, sondern als Mitglied der Behörde und in Zusammenarbeit mit dem Priester Leo Schenker und Heimleiterin Heidi Bötschi.

Seine Erfahrung im Sägewerk werde ihm auch als Präsident zu Gute kommen. «Meine Devise ist: Zuerst Probleme analysieren und dann eine Lösung suchen.» Er ist überzeugt, dass es immer eine Lösung gibt. Weber ist dankbar, dass er bei seinem Vorgänger Heini Stürm jederzeit nachfragen kann. Und schliesslich hat Stürm für ihn eine Vorbildfunktion, denn er habe sowohl die Kirchgemeinde als auch das Sunnewies weitergebracht.

Ursi Vetter

hinterthurgau@thurgauerzeitung.ch

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