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TIERWELT: Eine Ausstellung voller Märchen

Das Thurgauer Naturmuseum widmet sich der Darstellung von Tieren in den Märchen der Gebrüder Grimm. Dabei verschmelzen wissenschaftliche Erkenntnisse und märchenhafte Fantasien.
Silvan Meile
Der Bär ist ein regelmässiger Akteur in Märchen... (Bild: Andrea Stalder)

Der Bär ist ein regelmässiger Akteur in Märchen... (Bild: Andrea Stalder)

Silvan Meile

silvan.meile@thurgauerzeitung.ch

Die Brüder Grimm haben unzählige Geschichten zusammengetragen. Einer der beiden hatte sich auch im Thurgau umgehört. «Im Herbst des Jahres 1831 weilte Jacob Grimm auf einer Reise für einige Tage auf Schloss Eppishausen bei Erlen», sagt Hannes Geisser. Der Direktor des Naturmuseums Thurgau hat nachgeforscht. Von der Staatsbibliothek zu Berlin erhielt er schliesslich einen originalen, fein säuberlich geschriebenen Tagebucheintrag eingescannt. Von Eppishausen reiste Grimm damals während einiger Tage nach Frauenfeld, Winterthur, Zürich, Zug, auf den Rigi und über Luzern wieder nach Eppishausen. Später besuchte er auch noch Arbon und Rorschach.

Nun kommen die Grimms wieder in den Thurgau. Geisser hat in seinem Museum in Frauenfeld eine Ausstellung aufgegleist, welche die Tiere und ihre Charaktere in Grimms Erzählungen zum Thema hat.

Tiere erzählen, wie sie in den Märchen dargestellt werden

«Ob schlau, hinterlistig, tollpatschig oder gutmütig – in Märchen verkörpern Tiere menschliche Eigenschaften und prägen damit unser Tierbild», schreibt das Naturmuseum in der Vorschau zur Ausstellung. Oftmals haben die Charaktereigenschaften der Tiere in den Märchen nichts mit der Realität zu tun.

Wenn Geisser am Sonntagvormittag die Besucher durch die Ausstellung führt, zeigt er etwa ein Bärengebiss, das dem Bild des tollpatschigen und kuscheligen Tiers aus den Märchen widerspricht. Insgesamt widmet sich die neue Ausstellung zehn verschiedenen Tieren aus den Grimmschen Märchen. In einem Märchenwald können die Tiere mit einem Zauberstab zum Reden gebracht werden, erklärt Geisser. Auf diese Weise erzählen die Tiere gleich selber, wie sie in den Märchen dargestellt werden. Aber auch die Sicht von Biologen spielt eine Rolle. So verschmelzen in der Ausstellung märchenhafte Fantasie und wissenschaftliche Erkenntnisse.

Die Märchen können vollständig gehört werden. In einer Erzählstube stehen auch Bücher bereit. Die Ausstellung «Grimms Tierleben» dauert noch bis 19. August. Nebst Führungen sind auch Kinder- und Familienworkshops geplant. Im Sommer ist ein Figurentheater in der Ausstellung angekündigt. Ein weiteres Theater wird unter freiem Himmel mitten in Frauenfeld stattfinden.

www.naturmuseum.tg.ch

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