Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

TIERSCHUTZ: Zwei Niederlagen

Das Bundesgericht weist Beschwerden des Hefenhofer Pferdezüchters gegen das Thurgauer Veterinäramt ab.

Lausanne Das Bundesgericht hat in einem am Mittwoch veröffentlichten Urteil zwei Beschwerden des Pferdezüchters Ulrich K. aus Hefenhofen abgewiesen. In beiden Fällen ging es um Verordnungen des Thurgauer Veterinäramtes, die wegen verletzter Pferde ausgesprochen wurden.

Im Oktober 2014 hatte eine Tierärztin festgestellt, dass ein Pferd aufgrund einer schlecht gepflegten Wunde ein lahmes Bein hatte und riet zu dessen Liquidation. Der Besitzer liess das Tier von einem weiteren Tierarzt untersuchen, der zum gleichen Befund kam. In der Folge ordnete das Veterinäramt die Tötung an. In Anwesenheit von zwei Polizisten schoss der Pferdezüchter dem Pferd mit einem Bolzenschussgerät zuerst in die Stirn und danach ins Genick.

Danach erliess das Veterinäramt eine Verfügung, in der dem Pferdezüchter Verletzungen von Tierschutzvorschriften vorgeworfen wurden. Sein Rekurs beim Departement war teilweise erfolgreich. Ihm konnte danach nicht mehr vorgeworfen werden, das Tier nicht fachgerecht getötet und entsorgt zu haben. Bestehen blieben die Vernachlässigung des Tieres und der Transport ohne die notwendigen Vorsichtsmassnahmen.

Bei einer Begehung auf dem Hof im Juli 2015, bei der unter anderem ein Mediator, der Anwalt des Pferdezüchters und die Amtstierärztin teilnahmen, wurde festgestellt, dass ein etwa halbjähriges Fohlen am linken Vorderfuss lahmte und sich nur auf drei Beinen vorwärts bewegen konnte. Der Pferdezüchter wurde aufgefordert, das Tier noch am gleichen Tag einem Tierarzt zu zeigen.

Als am nächsten Tag kein Bericht über eine Behandlung des Fohlens einging, erliess das Veterinäramt eine Verfügung, in der die Beschlagnahmung des Fohlens und dessen tierärztliche Versorgung angeordnet wurde. Die Amtstierärztin kreuzte mit zwei Polizisten auf dem Hof auf. Der Pferdezüchter verweigerte die Entgegennahme der Verfügung und leistete den Anweisungen keine Folge. «Stattdessen erschoss er das Tier vor den Augen der Anwesenden und schlachtete es anschliessend», heisst es im Urteil des Bundesgerichts.

Die Verfahren wurden während der Dauer eines Vermittlungsversuchs, an dem der Vorsteher des Departements für Inneres und Volkswirtschaft beteiligt war, sistiert. Unabhängig von den beiden Beschwerdeverfahren wurde der Hof des Pferdezüchters im August 2017 von den Behörden geräumt. den. (sda)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.