Tierschützer wollen Meldepflicht für erschossene Hunde

Der Tod des Hundes Skippy bewegt weiter die Gemüter. Der Appenzeller-Bless wurde Anfang Dezember vor einem Jahr von einem Jäger erschossen. Er soll gewildert haben. Die Besitzer bestreiten das. Sie haben den Verlust ihres Hundes noch immer nicht überwunden.

Ida Sandl
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Reinhold Zepf, Präsident des Thurgauischen Tierschutzverbandes. (Archivbild: Reto Martin)

Reinhold Zepf, Präsident des Thurgauischen Tierschutzverbandes. (Archivbild: Reto Martin)

Der Tod des Hundes Skippy bewegt weiter die Gemüter. Der Appenzeller-Bless wurde Anfang Dezember vor einem Jahr von einem Jäger erschossen. Er soll gewildert haben. Die Besitzer bestreiten das. Sie haben den Verlust ihres Hundes noch immer nicht überwunden. Tragisch war für die Familie auch, dass sie tagelang nicht wusste, was mit Skippy passiert war.

«So etwas darf nicht mehr geschehen», sagt Reinhold Zepf, Präsident des Thurgauischen Tierschutzverbandes. Für die Besitzer sei diese Unsicherheit sehr belastend. «Sie suchen verzweifelt nach ihrem Tier.» Manchmal würden die Kadaver von Jägern einfach entsorgt. «Wer eine emotionale Bindung zu seinem Tier hat, der will sich von ihm verabschieden», sagt Zepf.

Der Vorstand des Tierschutzverbandes will beim Regierungsrat deshalb eine Meldepflicht für erschossene Hunde oder Katzen beantragen. Ein Jäger, der ein Haustier tötet, soll verpflichtet werden, dies einer amtlichen Stelle zu melden. Das könnte zum Beispiel die Polizei sein. Die würde dann umgehend den Tierhalter verständigen.

Die Tierschützer wollen erreichen, dass die Meldepflicht in die kantonale Jagdverordnung aufgenommen wird.