Tiefere Steuern für 2016

Die Gemeinde Müllheim senkt die Steuern um drei Prozentpunkte. Das Budget für 2016 sieht bei Ausgaben von knapp acht Millionen ein Defizit von 200 000 Franken vor.

Andreas Taverner
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Gemeindepräsident Urs Forster erläutert das Budget 2016. (Bild: Andreas Taverner)

Gemeindepräsident Urs Forster erläutert das Budget 2016. (Bild: Andreas Taverner)

MÜLLHEIM. In einer knappen Stunde hatte Urs Forster die Traktanden seiner ersten Gemeindeversammlung als Gemeindepräsident abgearbeitet. 74 Stimmberechtigte waren am Mittwochabend ins Schulhaus Wiel an die Budgetversammlung gekommen.

Es gab aber auch Personnelles zu vernehmen: «Ida Rauscher, langjährige Betreuerin der Asylbewerber, tritt altershalber auf Ende Jahr zurück», sagte Forster. Noch werde eine Nachfolger oder eine Nachfolgerin gesucht. Aus Sicht der Gemeinde sei die Reorganisation des Sozialhilfewesens bezüglich Zusammenarbeit mit Homburg und Wigoltingen geglückt.

Unbestrittener Voranschlag

Mit grosser Mehrheit und ohne Diskussionen stimmten die Anwesenden der Reduktion des Steuerfusses per 2016 von 55 Prozent auf neu 52 Prozent zu. Dies obwohl im nächsten Jahr bei einem Gesamtaufwand von 7,9 Millionen und einem Gesamtertrag von 7,7 Millionen ein Defizit von 200 000 Franken budgetiert ist. Ja sagte die Versammlung auch zu einem höheren Wasserpreis (Kasten).

Unterflurcontainer kommen

Mehr zu diskutieren, wenn auch nichts zu entscheiden, gaben die geplanten 22 Unterflurcontainer, welche die Gemeinde Müllheim bauen will. Felix Goldinger, verantwortlicher Gemeinderat, erklärte die Vorteile. «Sie können jederzeit ihren offiziellen Abfallsack bis zur Grösse des 60-Liter-Sacks entsorgen.» Die Gemeinde rechnet mit 10 000 bis 12 000 Franken Kosten pro Container. Goldinger verneinte auf entsprechende Rückfrage, dass 110-Liter-Abfallsäcke eingeworfen werden könnten. Der KVA-Verband überlege sich, diese grossen Säcke vom Markt zu nehmen. «Gewerbe und Schule können weiterhin 800-Liter-Container benutzen.»