Thurgauer Weine sind auf Augenhöhe mit den Besten

WARTH. Die Ausbeute von Mitgliedern des Branchenverbands Thurgauer Weine an internationalen Degustationen im 2012 kann sich mit 15 Gold- und 22 Silbermedaillen sehen lassen.

Mario Tosato
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Ausgezeichneter Wein: Thurgauer Winzer holten dieses Jahr an internationalen Wettbewerben mehrere Gold- und Silbermedaillen. (Bild: Mario Tosato)

Ausgezeichneter Wein: Thurgauer Winzer holten dieses Jahr an internationalen Wettbewerben mehrere Gold- und Silbermedaillen. (Bild: Mario Tosato)

Im Prioratskeller der Kartause Ittingen ehrte der Branchenverband Thurgauer Weine (BTW) zehn Mitglieder, welche in diesem Jahr mit Gold und Silber ausgezeichnet wurden. «Die erfolgreichen Betriebe sind für mich <Leuchttürme> in der hiesigen Rebbau- und Kelterungsszene. Sie nehmen eine Vorbildrolle ein», sagte BTW-Präsident Othmar Lampert. Es sei recht aufwendig, an wichtigen Weinprämierungen teilzunehmen, weil der Erfolg für eine Auszeichnung bei der Anmeldung ungewiss sei. Lampert zeigte sich überzeugt, dass diese Erfolge dem guten Ruf der Thurgauer Weine dienten.

Thurgau markiert Präsenz

Einer der Wettbewerbe mit Thurgauer Beteiligung war in diesem Jahr der 6. «Grand Prix du Vin Suisse» in Bern, an dem rund 3000 Weine von 600 Produzenten beurteilt wurden. Hier wurden 14 Diplome (5 Gold und 9 Silber) an Thurgauer Weinproduzenten vergeben. Weinprämierungen seien verschiedenartig positioniert und daher Vergleiche kaum möglich. Ihnen gemeinsam sei jedoch, dass nur ein kleiner Teil der erfolgreichen Weine Gold und Silber gewinnen würden, sagte Lampert. Die «Mondial des Pinots» in Sierre etwa widme sich den Pinot-Weinen aus aller Welt, während der Müller-Thurgau-Preis (Hagnau/D) alle Varianten von Weinen aus dieser dem Thurgau auch namentlich so nahe stehenden Sorte bewerte. Gemessen an der vergleichsweise kleinen Rebbaufläche holten die Thurgauer Winzer seit Jahren überdurchschnittlich viele Auszeichnungen an Weinprämierungen.

Viel Lob vom Fachmann

In einer von Weinjournalist Thomas Vaterlaus verfassten Standortbestimmung mit dem Titel «Auf Augenhöhe mit den Besten» erhielten die hiesigen Winzer gute Noten ausgestellt. «Vor allem die individuelle Handschrift der Winzer ist es, welcher wir die heutige Pinot-Vielfalt zu verdanken haben», war vom Experte Vaterlaus zu lesen.

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