Thurgauer Wald leidet unter der Eschenwelke

WEINFELDEN. Der Föhnsturm der letzten Tage habe den Kanton zwar nicht so stark getroffen, meinte Urban Brütsch, Präsident des Waldwirtschaftsverbandes Thurgau, zeige aber, wie abhängig der Wald von der Witterung sei. Im Weinfelder «Trauben» begrüsste er zur Delegiertenversammlung.

Kurt Peter
Drucken
Teilen

WEINFELDEN. Der Föhnsturm der letzten Tage habe den Kanton zwar nicht so stark getroffen, meinte Urban Brütsch, Präsident des Waldwirtschaftsverbandes Thurgau, zeige aber, wie abhängig der Wald von der Witterung sei. Im Weinfelder «Trauben» begrüsste er zur Delegiertenversammlung.

Regierungsrätin Carmen Haag sagte, die Exekutive setze auf Holz beim Bauen: «Das neue Kompetenzzentrum auf dem Arenenberg ist ein Beispiel für ein mehrgeschossiges Holzhaus, das Ausbildungszentrum Galgenholz in Frauenfeld ist als Holzbau ausgeschrieben.» Das Baugewerbe und der Holzbau entwickelt sich weiterhin erfreulich, hiess es im Jahresbericht.

Holzmengen weiter gesunken

Aus Sicht des Verbandes werde aber noch zu wenig Schweizer Holz verwendet. Dieses wäre grundsätzlich in ausreichender Menge vorhanden. Aufgrund der mangelnden Nachfrage nach Rundholz und den damit verbundenen konstanten Preisen seien jedoch die von den Waldeigentümern angebotenen Holzmengen im Thurgau weiter gesunken, erklärte Brütsch.

Die Verbandsrechnung schloss mit einem Gewinn von 16 300 Franken, das Eigenkapital stieg auf 135 000 Franken.

Bedächtig vorgehen

«Die Einführung der statischen Waldgrenze, als erster Kanton der Schweiz, hat uns stark beschäftigt», erklärte Kantonsforstingenieur Daniel Böhi. Diese Waldfeststellungspläne seien in 52 Gemeinden aufgelegt worden, die Zahl von 23 Einsprachen bezeichnete Böhi als «unerwartet niedrig». In acht weiteren Gemeinden erfolge die öffentliche Auflage noch im November, ab Februar 2015 würden die restlichen Pläne aufgelegt.

Die Eschenwelke sei ein grösseres Problem denn je, betonte Böhi. Sei früher nur der Jungwuchs betroffen gewesen, müssten nun auch in älteren Beständen Schäden festgestellt werden. Trotzdem gelte es, bedächtig vorzugehen und kein Katastrophenszenario zu erstellen. Es stelle sich für das Forstamt auch die Frage, welche Baumarten als Eschenersatz in Frage kämen.

Aktuelle Nachrichten